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Daimler und BAIC bauen Produktion in China aus

Auto

Sonntag, 25. Februar 2018 - 16:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Stuttgart/Peking. Mit kleinen Schritten hält sich Li Shufu nie lange auf. Der neue Großaktionär bei Daimler will nicht nur Investor, sondern Freund und Partner sein. Die Stuttgarter haben nun ihrerseits eine Milliarden-Investition im Reich der Mitte angekündigt.

Geely-Gründer Li Shufu: Das Firmenimperium des weltweit umtriebigen Milliardärs ist jetzt größter Einzelaktionär von Daimler. Foto: Björn Larsson Rosvall/SCANPIX/Archiv

Kurz nach dem Einstieg des chinesischen Autobauers Geely bei Daimler haben die Stuttgarter ihrerseits eine Milliarden-Investition im Reich der Mitte angekündigt.

Gemeinsam mit dem langjährigen chinesischen Partner BAIC Motor will der Konzern die Produktionskapazitäten der Marke Mercedes-Benz in China ausbauen, um die steigende Nachfrage besser bedienen zu können. Die Unternehmen investierten dazu rund 1,9 Milliarden US-Dollar (1,54 Mio Euro), wie BAIC am Sonntag in einer Eingabe an die Börsenaufsicht in Hongkong mitteilte.

Es sollen diverse Mercedes-Modelle gefertigt werden, unter anderem auch Elektroautos. Damit soll die Produktionskapazität des Gemeinschaftsunternehmens von Daimler und BAIC - Beijing Benz Automotive - erhöht werden. Wo der Standort gebaut werden soll, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass der chinesische Milliardär Li Shufu mit seinem Unternehmen Geely auf einen Schlag größter Einzelaktionär bei Daimler geworden war. Er hat einen Anteil von rund 9,7 Prozent an dem Stuttgarter Autobauer im Wert von rund 7,3 Milliarden Euro erworben, was die größte Investition eines Chinesen bei einem weltweit agierenden Autokonzern bedeutet. Zu Geely gehört auch der schwedische Autohersteller Volvo.


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