In- und Ausland

Datenklau an Geldautomaten immer seltener

Jahreswechsel

Sonntag, 19. Dezember 2021 - 07:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Ob Manipulationen an Automaten oder der Schaden durch solche „Skimming“-Angriffe. Der Schaden ist auf einen Rekordtief gesunken.

Bundesweit wurden in diesem Jahr von Januar November 116 Mal Geldautomaten manipuliert, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Der Datenklau an Geldautomaten in Deutschland wird immer mehr zum Auslaufmodell.

Sowohl die Zahl der Manipulationen an Automaten als auch der Schaden durch solche „Skimming“-Angriffe ist im laufenden Jahr weiter gesunken, wie die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte.

Von Januar bis einschließlich November 2021 manipulierten Kriminelle demnach bundesweit 116 Mal Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Im Vorjahreszeitraum waren 134 Fälle gezählt worden, im Gesamtjahr 2020 waren es 152. Dabei können einzelne Automaten mehrfach angegriffen worden sein.

Der Bruttoschaden durch „Skimming“ sank auf gerade noch 330.000 Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch etwas mehr als eine Million Euro, im Gesamtjahr 2020 dann rund 1,06 Millionen Euro. Dank Investitionen in mehr Sicherheit sinkt die Schadenssumme seit Jahren. Deutschland setzt dabei seit Jahren auf die EMV-Technik: Bezahlkarten sind mit einer Art Mini-Computer ausgestattet, die Karte wird bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft. Diese Technik setzt sich zunehmend weltweit durch, Kriminelle können daher in Deutschland geklaute Daten von Bezahlkarten nur noch in sehr wenigen Ländern zu Geld machen.

Verbraucher in Deutschland, die Opfer von Skimming geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen.

Weitaus größere Schäden entstehen in Deutschland durch Diebstahl oder Verlust von Zahlungskarten. Hierbei registrierte Euro Kartensysteme von Januar bis einschließlich November des laufenden Jahres eine Steigerung auf 12 505 Fälle (Vorjahreszeitraum: 9682). Der Bruttoschaden durch Verlust und Diebstahl von Karten stieg von rund 14,2 Millionen Euro auf gut 16,4 Millionen Euro. Viele Verbraucher machen es Kriminellen leicht, weil sie trotz aller Warnungen Karte und PIN zusammen im Geldbeutel aufbewahren.

© dpa-infocom, dpa:211219-99-438817/2

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