In- und Ausland

Datenschutz-Vorwürfe: Twitter muss Millionen-Strafe zahlen

Internet

Donnerstag, 26. Mai 2022 - 01:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Washington. Twitter hat laut Vorwürfen der US-Regierung Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Nutzern für seine Werbeplattform verwendet - das kostet den Online-Dienst nun 150 Millionen Dollar.

Twitter einigte sich auf eine Strafzahlung mit der Handelsbehörde FTC. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Twitter einigte sich auf eine Strafzahlung in dieser Höhe mit der Handelsbehörde FTC und dem Justizministerium, um eine Datenschutzklage beizulegen.

Der am Mittwoch veröffentlichten Klageschrift zufolge bat Twitter die Nutzer um ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen mit der Begründung, man könne damit besser ihre Accounts absichern. Online-Dienste greifen zu E-Mails oder Nachrichten an Handy-Nummern zum Beispiel bei vergessenen Passwörtern oder um gesperrte Profile wieder freizuschalten. Twitter habe die Daten jedoch auch verwendet, um die Nutzern personalisierte Werbung anzuzeigen, heißt es in der Klage.

Zwischen Mai 2013 und September 2019 hätten mehr als 140 Millionen Nutzer ihre Telefonnummern oder E-Mail-Adressen mit Twitter geteilt, betonte die US-Regierung. Die sah in der Vorgehensweise des Dienstes einen Verstoß gegen eine Einigung aus dem Jahr 2011, bei der sich Twitter unter anderem zu Transparenz beim Datenschutz verpflichtet hatte.

© dpa-infocom, dpa:220526-99-435419/2

Ihr Kommentar zum Thema

Datenschutz-Vorwürfe: Twitter muss Millionen-Strafe zahlen

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha