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In- und Ausland

Dax gibt nach

Börsen

Donnerstag, 16. Juli 2020 - 10:23 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Nach dem Vortagessprung des Dax auf ein Hoch seit dem Corona-Crash haben es die Anleger am Donnerstag ruhiger angehen lassen. Der deutsche Leitindex fiel gegen Ende der ersten Handelsstunde um 0,66 Prozent auf 12.845,94 Punkte.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Vor dem am Donnerstag erwarteten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) belasteten erst einmal die Vorgaben aus Übersee. Der Dow-Future fiel seit dem Handelsschluss in New York etwas zurück, und an den wichtigsten Börsen Asiens ging es abwärts. Dabei wurden gemischte Wirtschaftsdaten aus China eher als Belastung angesehen.

Zwar erholte sich Chinas Wirtschaft im zweiten Quartal stärker als gedacht vom Corona-Einbruch, enttäuschende Einzelhandelszahlen schürten allerdings neue Sorgen um die Konsumbereitschaft der Chinesen.

Mit dem Dax ging es am Donnerstag auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um etwa 0,7 Prozent bergab. Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor derweil nur knapp 0,09 Prozent auf 27 054,83 Zähler.

Die jüngste Rally gilt auch als getrieben von bislang recht robusten Geschäftszahlen zahlreichen Unternehmen. Jüngstes Beispiel ist der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson, der im zweiten Quartal einen überraschend geringen Umsatz- und Ergebnisrückgang verkraften musste. Die Papiere legten um 2,3 Prozent zu.

Bei den ohnehin als Krisengewinner geltenden Unternehmen wie dem Laborausrüster Sartorius und dem Online-Modehändler Zalando läuft es derweil weiter rund. Beide hoben ihre Jahresprognosen an und beide Aktien legten zu: Zalando um 2,6 Prozent und Sartorius sogar um 8,4 Prozent.

Einen MDax-Verlierer gab es mit den 1,6 Prozent tieferen Aktien von CTS Eventim. Hier sorgten sich Anleger um die Tatsache, dass eine Tochter des Konzertveranstalters und Ticketverkäufers Millioneneinlagen bei der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland hat. Dieser wurde nun aber durch die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA die Fortführung des Geschäftsbetriebes untersagt. Ob und wann die CTS-Tochter an ihr Geld kommt, ist aktuell offen.

Im SDax fielen die Nordex-Aktien um rund 3 Prozent. Der Windkraftanlagenhersteller bekam die Corona-Pandemie mit einem einbrechenden Auftragseingang zu spüren.

© dpa-infocom, dpa:200716-99-812076/2

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