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In- und Ausland

Der erste Handschlag: Trump und Kim beginnen Gipfel

Konflikte

Dienstag, 12. Juni 2018 - 03:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Singapur. Die Erwartungen sind groß: Erstmals treffen ein amtierender US-Präsident und der Machthaber Nordkoreas zusammen. Werden sie einen ersten Schritt zur Lösung des Atomkonflikt machen?

Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem ersten Treffen. Foto: Host Broadcaster Mediacorp Pte Ltd Pool

Mit einem historischen Handschlag haben US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Dienstag in Singapur ihr mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen begonnen.

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Nach jahrzehntelangen Feindseligkeiten wollen beide Länder mit der persönlichen Begegnung auf der Ausflugsinsel Sentosa in dem asiatischen Stadtstaat einen Neuanfang versuchen.

Beide Politiker stellten sich vor den Flaggen der USA und Nordkoreas in dem Luxushotel Capella den Kameras. Beide wirkten dabei ernst und etwas angespannt. Dann zogen sie sich in die Bücherei zu einer persönlichen Unterredung nur mit Übersetzern zurück. Später waren Gespräche in größerer Runde und ein Arbeitsessen geplant.

Ob eine grundsätzliche Einigung auf die geforderte atomare Abrüstung Nordkoreas oder zumindest auf einen Fahrplan für den weiteren Prozess gefunden werden kann, war völlig offen. Unterhändler hatten bis zur letzten Minute um mögliche Vereinbarungen gerungen. Der erste Gipfel beider Länder wird von großen Hoffnungen begleitet. Der Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm ist einer der gefährlichsten Konflikte der Welt.

In einem wütenden Tweet wies Trump am frühen Morgen seine Kritiker zurecht. „Wir haben unsere Geiseln (zurück), die Tests, die Forschung und alle Raketenabschüsse sind gestoppt“, schrieb Trump. „Und diese Experten, die mir von Anfang an Fehler vorwarfen, haben nichts anderes zu sagen“, fuhr der US-Präsident fort. „Wir werden okay sein.“ Mit dem Hinweis auf die Geiseln bezog sich Trump auf drei US-Bürger, die vergangenen Monat aus der Haft in Nordkorea freigelassen worden waren.

In US-Medien waren zuvor Zweifel aufgekommen, ob die USA bei dem Gipfel mit Kim Jong Un entscheidende Fortschritte erzielen können. Während das Weiße Haus verbreitete, die Vorgespräche liefen besser als erwartet, wurde spekuliert, die USA könnten bei den Nordkoreanern gegen eine Wand laufen. Trump hatte am Vortag erklärt, er werde bereits am Dienstagabend nach dem Gipfel wieder nach Hause fliegen. In früheren Planungen war von Mittwoch die Rede gewesen.

Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Korea-Kriegs 1953 streben beide Seiten als Grundlage für eine atomare Abrüstung auch eine Friedenslösung an, da damals nur ein Waffenstillstandsabkommen besiegelt worden war. Nie zuvor ist ein amtierender amerikanischer Präsident mit einem Führer des isolierten Landes zusammengetroffen.

„Eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel ist das einzige Ergebnis, das die USA akzeptieren werden“, gab Außenminister Mike Pompeo als Messlatte vor. „Wenn sich die Diplomatie nicht in die richtige Richtung bewegt, werden die Sanktionen verschärft.“

Im Gegenzug will Nordkorea allerdings außer starken Sicherheitsgarantien eine Aufhebung der scharfen Sanktionen, die die Vereinten Nationen und die USA auch einseitig als Reaktion auf seine Atom- und Raketentests verhängt hatten.

Kim Jong Un kurz vor dem Treffen mit dem US-Präsidenten. Foto: kyodo

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