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In- und Ausland

Deutsche Regionen besonders stark von Brexit betroffen

Industrie

Donnerstag, 5. April 2018 - 11:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Weite Teile Deutschlands sind einem Medienbericht zufolge wirtschaftlich stärker vom geplanten Brexit betroffen als fast alle anderen Gegenden der EU. 41 der 50 Regionen, die in den Bereichen Industrie und Handwerk besonders unter dem Brexit zu leiden hätten, liegen in Deutschland.

Rhein-Herne-Kanal zwischen Bottrop und Essen: Zu den Regionen, die in Deutschland am stärksten vom Brexit betroffen wären, zählt auch das Ruhrgebiet. Foto: Hans Blossey/RDN

Das berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) unter Berufung auf eine Studie des Europäischen Ausschusses der Regionen.

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„Angesichts ihrer engen Beziehungen legt der Bericht nahe, dass deutsche Regionen zu den am stärksten vom Austritt Großbritanniens aus der EU betroffenen Ländern gehören könnten“, sagte der Präsident des Ausschusses, Karl-Heinz Lambertz. Er forderte ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den verbleibenden EU-Mitgliedern, das die Zölle auf ein Minimum beschränkt und einen freien Warenverkehr ermöglicht. Mit Hilfe der regionalen Investitionspolitik der EU müsse alles getan werden, um die Auswirkungen auf die Regionen gering zu halten, sagte Lambertz.

Zu den Regionen, die der Studie zufolge in Deutschland am stärksten vom Brexit betroffen wären, zählen Hamburg, Berlin, Düsseldorf und das westliche Ruhrgebiet, Köln und Darmstadt. Nur der direkte Nachbar Irland würde demnach noch stärker die Folgen des britischen EU-Austritts zu spüren bekommen.

Der Ausschuss der Regionen in Brüssel, dem der deutschsprachige Belgier Lambertz vorsitzt, vertritt die Interessen der Gebietskörperschaften gegenüber den anderen europäischen Institutionen.

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