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In- und Ausland

EU-Innenminister gespalten bei Aufnahme junger Flüchtlinge

EU

Freitag, 13. März 2020 - 11:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Bei der Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge von den griechischen Inseln sind die 27 EU-Staaten tief gespalten. „Es gibt sieben, acht Länder, die anpacken wollen“, sagte der luxemburgische Einwanderungsminister Jean Asselborn vor einem Treffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Brüssel.

Ein kleines Mädchen in einem Flüchtlingslager an der türkisch-griechischen Grenze: Bei der Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge sind die 27 EU-Staaten tief gespalten. Foto: Ismail Coskun/IHA/AP/dpa

Luxemburg wolle auf diese Weise helfen. Andere Länder lehnen hingegen eine Aufnahme junger Menschen, die ohne ihre Eltern unter teilweise schwierigsten Bedingungen derzeit in Griechenland leben, strikt ab.

„Die Niederlande sind bereit, Griechenland jede Unterstützung zu geben, die es braucht“, sagte die niederländische Migrationsministerin Ankie Broekers-Knol. „Aber wir sind nicht bereit, Kinder zu übernehmen.“

Der Luxemburger Asselborn warb hingegen erneut für die Übernahme der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge: „Ich glaube, dass wir Griechenland damit auch helfen können“, sagte der Minister. „Ich hoffe nur, dass mit dem Virus nicht wieder alles gestoppt ist.“

Auf den griechischen Inseln lebten etwa 1000 Kinder in „sehr prekären Situationen“, sagte Asselborn. In ganz Griechenland seien es ungefähr 5000. Neben Luxemburg sind Deutschland, Frankreich, Finnland und andere EU-Staaten zur Übernahme der Betroffenen bereit.

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