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EU-Länder einigen sich auf vorläufige Fischereiquoten

EU

Dienstag, 23. März 2021 - 14:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Seit dem Ausscheiden der Briten aus der EU gibt es einen komplizierten Streit über Fischfangquoten. Die EU-Staaten haben untereinander eine vorübergehende Einigung erzielt.

Fischer sind am frühen Morgen mit ihrem Kutter im Greifswalder Bodden unterwegs. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die EU-Staaten haben sich auf vorübergehende Fischfangquoten bis Ende Juli geeinigt.

Damit sei sichergestellt, dass europäische Fischereibetriebe auch nach dem 31. März ihrem Geschäft nachgehen könnten, sagte Ricardo Santos, der portugiesische Minister für Meeresangelegenheiten und derzeitige Vorsitzende des Ministertreffens, am Dienstag.

Hintergrund sind Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über gemeinsam genutzte Bestände. Nach dem Ausscheiden der Briten aus der EU war es zu einem komplizierten Streit über Gesamtfangmengen und deren Aufteilung gekommen. Zeitweise drohten die Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt an der Fischfrage zu scheitern.

Nach der Vereinbarung der EU-Länder wird in einem nächsten Schritt mit Großbritannien weiterverhandelt. „Die Einigung sieht vorläufige Gesamtfangmengen bis zum 31. Juli vor“, erläuterte EU-Fischereikommissar Virginijus Sinkevičius.

Weil sich die Brexit-Verhandlungen bis Weihnachten 2020 hingezogen hatten, einigten sich die EU-Staaten Mitte Dezember nur auf vorläufige Regeln zum Fischfang für die gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich genutzten Bestände. Viele Fischbestände sind ausgedünnt oder gefährdet. Umweltschützer fordern schon lange, den Fischfang stärker zu begrenzen, um die Ökosysteme vor schweren Schäden zu bewahren.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-938198/2

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