Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Entführte Schülerinnen aus Dapchi in Nigeria wieder frei

Terrorismus

Mittwoch, 21. März 2018 - 20:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Abuja. Islamisten verschleppen Dutzende Schülerinnen aus einem Ort im Nordosten Nigerias. Nun die große Erleichterung: Die Mädchen sind wieder bei den Eltern. Doch ob alle heil zurück sind, ist unklar.

Das Video-Standbild zeigt die Schule „Government Girls Science and Tech College“ im nigerianischen Dapchi. Hier waren die 110 Schülerinnen verschleppt worden. Foto: AP

Die von Islamisten entführten Schülerinnen aus Dapchi im Nordosten Nigerias sind wieder frei. Sie seien zurückgebracht worden und in Sicherheit, sagte Informationsminister Alhaji Lai Mohammed. Eltern berichteten, die Mädchen seien von Kämpfern mit Lkw in den Ort gefahren worden.

Anzeige

„Wir haben uns alle in Sicherheit gebracht, als sie mit Lastwagen ankamen“, sagte Malam Mohammad Ali, der Vater einer Schülerin. Ob allerdings alle 110 verschleppten Mädchen vollzählig wieder frei sind, ist noch unklar.

In Dapchi im Bundesstaat Yobe war Ende Februar eine weiterführende Schule angegriffen worden. 110 Schülerinnen im Alter von 11 bis 19 Jahren wurden entführt. Es wird davon ausgegangen, dass die Terrormiliz Boko Haram dahinter steckt.

Viele der Mädchen seien direkt zu ihren Eltern nach Hause gegangen, sagte Informationsminister Mohammed. Die Zahl und Identitäten der Schülerinnen müsse daher noch endgültig geprüft werden. Zunächst konnte demnach die Freilassung von 101 der 110 entführten Mädchen bestätigt werden.

Die Freilassung sei mithilfe anderer Länder durch inoffizielle Kanäle verhandelt worden und sei bedingungslos gewesen, sagte Mohammed. Es sei kein Geld geflossen. Präsident Muhammadu Buhari hatte vergangene Woche gesagt, er setzte für die Freilassung nicht auf das Militär, sondern arbeite mit internationalen Organisationen und Mittelsmännern zusammen.

Boko Haram hatte 2014 mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit für Entsetzen gesorgt. Bei Anschlägen und Angriffen der Terrormiliz sind im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten seit 2009 mindestens 20 000 Menschen getötet worden. Rund 2,5 Millionen Menschen sind in der Region vor der Gewalt geflohen. Nach UN-Angaben sind dort etwa fünf Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Ihr Kommentar zum Thema

Entführte Schülerinnen aus Dapchi in Nigeria wieder frei

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige