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In- und Ausland

Entwicklung an Chinas Börsen treibt den Dax

Börsen

Montag, 6. Juli 2020 - 10:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Der Dax ist am Montag mit kräftigem Rückenwind aus Asien in die neue Woche gestartet. Der deutsche Leitindex zog im frühen Handel um 2,16 Prozent auf 12 799,17 Punkte an und näherte sich damit wieder seinem bisherigen Hoch nach dem Corona-Crash von 12 913 Punkten Anfang Juni.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Montag 1,32 Prozent auf 26 951,53 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um mehr als 2 Prozent nach oben.

An den fernöstlichen Börsen ging es vor allem in Festlandchina mit den Kursen kräftig aufwärts. Angefeuert wurde die Rally von einem Bericht der chinesischen Finanzzeitung „Securities Times“, in dem Reformen des Aktienmarktes und eine hohe Liquidität als positiv für Aktien herausgestellt wurden. Darin hieß es außerdem, eine „gesunde“ Rally an Chinas Börsen sei nach der Corona-Pandemie nun noch wichtiger für eine Erholung der Wirtschaft als zuvor.

Beruhigende Nachrichten kamen auch aus Deutschland: Die hiesige Industrie erhielt im Mai nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder deutlich mehr Aufträge.

Europaweit und auch in Deutschland verzeichneten vor allem Bankaktien deutliche Gewinne. Dabei ragten die Papiere der Commerzbank an der MDax-Spitze mit einem Plus von gut sechs Prozent heraus. Vorstandschef Martin Zielke machte überraschend den Weg frei für einen Neuanfang an der Konzernspitze spätestens Ende des Jahres.

In dem freundlichen Umfeld waren auch die sehr konjunktursensiblen Autowerte gefragt, zumal die Commerzbank ihre Kursziele für eine Reihe von Branchenwerten angehoben hatte. So gewannen die Anteilsscheine von Continental unter den Favoriten im Dax mehr als vier Prozent.

Die Aktien des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Zahlungsdienstleisters Wirecard standen mit minus neun Prozent wieder unter Druck im Dax. Laut der „Financial Times“ (FT) sollten die mutmaßlichen Luftbuchungen bei Wirecard wohl auch auflaufende Verluste im eigenen Kerngeschäft kaschieren. In Europa und Amerika hätten die direkt unter Wirecard-Kontrolle stehenden Gesellschaften seit Jahren rote Zahlen eingefahren, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Anhänge zur Sonderbuchprüfung durch KPMG. Die „FT“ veröffentlichte in den vergangenen Jahren immer wieder kritische Berichte über Wirecard, auch als sie an der Börse noch der Anlegerliebling waren.

Zu neuen Rekordhöhen schwangen sich die Papiere der Shop Apotheke und von Gerresheimer auf. Der Verpackungshersteller Gerresheimer rüstet sich schon jetzt für einen möglichen Corona-Impfstoff. „Wir haben in Glasform-Maschinen investiert, haben unsere Kapazitäten aufgebaut. Die Produktion läuft jetzt schon auf vollen Touren“, sagte Vorstandschef Dietmar Siemssen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Anteilsscheine legten zuletzt um rund drei Prozent zu.

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke war im zweiten Quartal in der Corona-Krise kräftig gewachsen. Angesichts der Kapazitätsgrenzen am derzeitigen Standort in Venlo könnte sich das Wachstum in den kommenden zwei Quartalen jedoch möglicherweise temporär leicht abschwächen, erklärte Finanzchef Jasper Eenhorst. Gleichwohl schnellten die Aktien zuletzt um knapp sechs Prozent in die Höhe.

© dpa-infocom, dpa:200706-99-687196/2

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