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In- und Ausland

Erdogan: Nachkriegsordnung in Syrien ohne Assad

Konflikte

Mittwoch, 27. Dezember 2017 - 17:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Istanbul. Eine Nachkriegsordnung in Syrien mit Präsident Baschar al-Assad an der Spitze ist für den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan unvorstellbar. „In Syrien mit Assad zu gehen, funktioniert absolut nicht“, sagte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei einem Besuch in Tunis.

Der türkische Präsident Erdogan spricht in Karthago über die Nachkriegsordnung in Syrien. Foto: Hassene Dridi

Assad sei ein „Terrorist“, fügte Erdogan auf der Pressekonferenz mit seinem tunesischen Amtskollegen Beji Caid Essebsi hinzu. Man könne keine Zukunft mit einem Präsidenten planen, der „fast eine Millionen Bürger getötet“ habe, sagte Erdogan weiter nach Angaben von Anadolu.

Damaskus konterte über die staatliche Nachrichtenagentur, Erdogan habe die Türkei in ein „riesiges Gefängnis“ verwandelt und ersticke die Medien.

Die Türkei steht seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 auf der Seite der Rebellen. Russland und der Iran sind Verbündete Assads. Die drei Länder hatten sich auf einen Termin Ende Januar für den sogenannten Kongress der Völker Syriens geeinigt, auf dem Vertreter syrischer Gruppen eine Nachkriegsordnung für das Bürgerkriegsland verhandeln sollen.

Die vom Westen unterstützte syrische Opposition lehnt die von Russland initiierte Syrienkonferenz jedoch ab. Sie befürchtet unter anderem, dass Russland die Bedingungen diktieren will.


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