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Erste Feuerpause für Ost-Ghuta soll beginnen

Konflikte

Dienstag, 27. Februar 2018 - 04:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Damaskus. Russland reagiert auf Kritik an dem schweren Bombardement im syrischen Rebellengebiet in Ost-Ghuta: Von heute an sollen täglich zumindest für wenige Stunden die Waffen schweigen. Und Wladimir Putin ordnet an, einen Korridor zu schaffen, damit Zivilisten das belagerte Gebiet verlassen können.

Ein von dem regierungskritischen Ghouta Media Center zur Verfügung gestelltes Bild zeigt die schweren Zerstörungen in Ost-Ghuta. Foto: Ghouta Media Center/AP

Im syrischen Ost-Ghuta soll heute um 8 Uhr (MEZ) die erste von Russland angekündigte mehrstündige Feuerpause beginnen. Bis 13 Uhr (14 Uhr Ortszeit) sollen dabei nach Aussagen des russischen Verteidigungsministeriums alle Kampfhandlungen ausgesetzt werden.

In dieser Zeit soll auch ein Korridor geöffnet werden, damit Zivilisten das belagerte Gebiet verlassen könnten. Den Aussagen zufolge soll die Waffenruhe auch an den Folgetagen stattfinden.

Russland reagiert mit der Maßnahme auf Kritik an dem schweren Bombardement auf Ost-Ghuta durch syrische Regierungstruppen seit mehr als einer Woche. Die Angriffe waren trotz der Forderung des UN-Sicherheitsrates nach einer 30-tägigen Waffenruhe für das Bürgerkriegsland weitergegangen. Zudem verlangte das Gremium, dass Helfer Zugang zu belagerten Gebieten bekommen.

Ost-Ghuta östlich von Damaskus wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert. Die humanitäre Situation in dem Gebiet ist verheerend. Die etwa 400.000 Menschen benötigen vor allem medizinische Hilfslieferungen, aber auch Nahrungsmittel.


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