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In- und Ausland

EuGH: Abholzaktion im polnischen Urwald war illegal

EU

Dienstag, 17. April 2018 - 11:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Luxemburg. Mit dem Abholzen Zehntausender Bäume im Naturschutzgebiet Bialowieza hat Polen gegen EU-Recht verstoßen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Geklagt hatte die EU-Kommission. Ihr gaben die EU-Richter in vollem Umfang Recht.

Umweltaktivisten stehen im Bialowieza-Wald neben einem Stapel illegal gefällter Bäume. Foto: Natalie Skrzypczak

Bialowieza gilt als einer der letzten intakten Urwälder Europas mit einzigartiger Artenvielfalt. Der Naturraum erstreckt sich von Polen weit nach Weißrussland und ist auch als Unesco-Weltnaturerbe anerkannt. Zudem ist ein Teil davon auf polnischer Seite als Natura-2000-Gebiet nach EU-Recht besonders geschützt.

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Trotz strenger Auflagen für die Forstwirtschaft erlaubte die polnische Regierung 2016, in dem Urwald fast drei Mal so viel Holz einzuschlagen wie vorher. Sie begründete dies mit der Ausbreitung des Borkenkäfers. 2017 wurden nach offiziellen Angaben 150 000 Bäume gefällt.

Die EU-Kommission hielt dies für eine Verletzung von EU-Naturschutzrecht. Dem schlossen sich die EU-Richter jetzt an. Polen habe gegen seine Verpflichtungen aus der Habitat- und der Vogelschutzrichtlinie verstoßen, stellte der EuGH fest (Rechtssache C-441/17).

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