In- und Ausland

Experten: Vögel sterben derzeit vor allem in Südamerika aus

Wissenschaft

Mittwoch, 5. September 2018 - 09:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Cambridge. Mindestens acht Vogelarten sind in den vergangenen Jahren höchstwahrscheinlich oder mit Sicherheit ausgestorben. Das hat eine Studie der internationalen Organisation Birdlife International ergeben.

Ein Küken der Art Spix-Ara (Cyanopsitta spixii). Foto: Patrick Pleul/Archiv

Damit seien weltweit etwa 187 Vogelarten seit dem Jahr 1500 verschwunden. Ursachen des rapiden Schwunds sind unter anderem das Einschleppen fremder Arten und die Jagd sowie die Abholzung von Wäldern, wie die Organisation im britischen Cambridge mitteilte. Fünf der acht in jüngster Zeit betroffenen Vogelarten stammten aus Südamerika.

Dazu zählt auch der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii), der nur in Brasilien vorkam. Diese Art ist auch durch den US-Animationsfilm „Rio“ bekannt geworden, in dem es um die letzten Vögel dieser Spezies geht. Einige der Exemplare, die ein blaues Gefieder haben, leben heute noch in Gefangenschaft. Der wohl letzte Vogel dieser Art in der Wildnis wurde der Organisation zufolge Ende 2000 gesichtet.


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