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In- und Ausland

Familiennachzug: Mindestens 26.000 Angehörige wollen kommen

Migration

Mittwoch, 9. Mai 2018 - 07:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Knapp drei Monate vor dem geplanten Inkrafttreten der gesetzlichen Regelungen zum Familiennachzug für Flüchtlinge haben bereits 26.000 Angehörige Terminanfragen an Deutschlands Auslandsvertretungen gerichtet, um ihre entsprechenden Visa-Anträge einzureichen.

Eine syrische Familie sitzt vor einem Wohnheim der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Illustration

Das berichtet die „Rheinische Post“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch eine Gesetzesnovelle auf den Weg bringen, wonach ab August monatlich bis zu 1000 Angehörige zu subsidiär Schutzberechtigten nachziehen dürfen.

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Derzeit dürfen Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus, darunter viele Bürgerkriegsflüchtlinge etwa aus Syrien, außer in sehr wenigen Ausnahmefällen keine Angehörigen nach Deutschland holen. Ab August sollen sie wieder ihre Ehepartner und minderjährigen Kinder zu sich holen dürfen. Auch Eltern von unbegleitet in Deutschland lebenden minderjährigen Flüchtlingen mit diesem zeitlich begrenzten Status könnten dann einen Visumsantrag stellen.

Die meisten Familiennachzüge werden jedoch nach wie vor bei Flüchtlingen mit besserer Bleibeperspektive genehmigt, wie es weiter in dem Zeitungsbericht hieß. Allein die Zahl der Syrer, die als nahe Angehörige nach Deutschland nachziehen durften, stieg von 21.376 im Jahr 2015 auf 40.725 im vergangenen Jahr. Seit 2013 erteilte das Auswärtige Amt den Angaben zufolge weltweit knapp 390.000 Visa zum Familiennachzug.

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