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Fast 3000 Coronavirus-Tote in China

Krankheiten

Mittwoch, 4. März 2020 - 03:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Peking. Die Volksrepublik hat immer mehr Todesopfer durch das Coronavirus zu beklagen. Mit der Ausbreitung in anderen Ländern wächst in China nun auch die Angst vor einer Einschleppung durch Reisende.

Mitarbeiter einer Klinik in Xiaogan fahren mit Schutzkleidung in einem Fahrstuhl. Foto: Hu Huhu/XinHua/dpa

Die Zahl der Toten durch das neue Coronavirus in China ist erneut um 38 gestiegen. Damit sind in Festlandchina bereits 2981 Todesfälle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete.

Außerdem wurden 119 Infektionen neu nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Ansteckungen in der Volksrepublik seit Beginn der Epidemie im Dezember klettert damit auf offiziell 80.270. Von ihnen haben knapp 50.000 die Krankenhäuser wieder verlassen.

Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Die überwiegende Zahl der neu bestätigten Infektionen und Todesfälle in der offiziellen Statistik gab es wieder in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, wo das Sars-CoV-2 genannte Virus seinen Ausgang genommen hat. In der seit Ende Januar abgeschotteten Krisenregion sind bislang allein mehr als 67.000 Fälle registriert und 2871 Tote durch die Covid-19-Lungenkrankheit gemeldet.

Mit der Ausbreitung des Virus in anderen Ländern wächst in China die Angst vor einer Einschleppung durch Reisende aus dem Ausland. Acht Chinesen, die aus der norditalienischen Stadt Bergamo in der schwer betroffenen Lombardei zurückkehrten, sind im chinesischen Landkreis Qingtian in der ostchinesischen Provinz Zhejiang positiv getestet worden, wie das Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berichtete.

Die Chinesen seien heimgekehrt, weil ihr Restaurant in Bergamo seit dem Ausbruch des Virus in Norditalien nicht mehr lief. Rund 100.000 Chinesen aus Qingtian lebten nach Einschätzung der örtlichen Regierung in Italien. Die Behörden versuchten, sie trotz der Epidemie in Italien von einer Heimkehr abzubringen.

Mehrere chinesische Städte und Regionen wie Peking, Shanghai oder die Südprovinz Guangdong verlangen von Reisenden aus schwer betroffenen Ländern wie Italien, Südkorea, Iran oder Japan, nach der Landung 14 Tage in Quarantäne entweder überwacht zuhause, in einem besonderen Hotel oder in speziellen Zentren zu verbringen. Vielfach ordnen auch lokale Behörden einfach eine solche Isolation an.

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