Felsrutsch: Europas meistbefahrene Güterzugstrecke gesperrt

dpa Kestert. Mehr Güterverkehr als an der Bundesstraße 42 im Mittelrheintal gibt es nicht in Europa. Nach einem Geröll-Abgang ist die Strecke jedoch auch weiterhin nicht befahrbar.

Felsrutsch: Europas meistbefahrene Güterzugstrecke gesperrt

Ein Felssturz hat die linksrheinische Bahntrasse zwischen St. Goarshausen und Kestert verschüttet. Foto: Thomas Frey/dpa

Auch einen Tag nach einem Felsrutsch bleiben Europas meistbefahrene Güterzugstrecke und die Bundesstraße 42 im Mittelrheintal zunächst noch gesperrt. Das teilte die Polizei in Koblenz am frühen Dienstagmorgen mit.

Felsplatten und Geröll waren am Montagmorgen unweit des weltberühmten Loreley-Felsens auf die Gleise gerutscht, die parallel verlaufende Straße wurde von einer Staub- und Feingeröllwolke stark verschmutzt.

Die genaue Ursache des Felsrutsches mit dunklem Schiefergestein war vorerst unklar. Verletzt wurde niemand, auch Fahrzeuge oder Züge wurden nicht getroffen. Ungewiss war weiter, wann die Strecken wieder befahren werden können. Der Straßenverkehr wird umgeleitet. Für Passagiere der Bahn gibt es einen Busersatzverkehr.

Die rechtsrheinischen Gleise sind laut Deutscher Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Im Welterbe Oberes Mittelrheintal mit vielen Steilhängen ist es schon öfters zu Hangrutschen gekommen.

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