In- und Ausland

Festnahme nach Säureanschlag auf Innogy-Manager

Kriminalität

Donnerstag, 24. Oktober 2019 - 13:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Haan. Eigentlich waren die Ermittlungen zum Säureanschlag auf den Innogy-Manager Günther ergebnislos abgeschlossen. Jetzt melden die Behörden überraschend eine Festnahme.

Bernhard Günther während der Bilanz-Pressekonferenz von Innogy im März 2019. Foto: Federico Gambarini/dpa

Eineinhalb Jahre nach dem Säureanschlag auf den Innogy-Manager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf haben die Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Das erklärte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Es werde im Laufe des Tages eine Presseerklärung mit weiteren Informationen geben. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Innogy-Finanzchef war am 4. März 2018 - einem Sonntag - nach dem Joggen mit Freunden in der Nähe seines Wohnhauses überfallen worden. Zwei Männer warfen ihn zu Boden und übergossen ihn mit Säure. Günther wurde wenige Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen und nahm bald darauf die Arbeit wieder auf.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte ihre Ermittlungen wegen versuchten Mordes im September 2018 eigentlich erfolglos eingestellt. Trotz umfangreicher Untersuchungen seien die Identität der Täter sowie das Motiv für den Anschlag unklar geblieben, teilte die Behörde damals mit.

Innogy hatte für Hinweise eine Belohnung von bis zu 80.000 Euro ausgesetzt. Günther war im März 2019 - rund ein Jahr nach dem Angriff - erstmals wieder öffentlich bei einer Bilanzpressekonferenz aufgetreten.


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