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Feuer bei ehemals besetztem Haus „Liebig 34“

Brände

Donnerstag, 22. Oktober 2020 - 02:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Schutt und Gerümpel brennen am Abend am ehemals besetzten Haus „Liebig 34“ in Berlin-Friedrichshain. Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften vor Ort.

Feuerwehrkräfte sind vor dem geräumten Hausprojekt „Liebig 34“ im Einsatz. Foto: Christoph Soeder/dpa

Rund zehn Tage nach der Räumung des besetzten Hauses „Liebig 34“ in Berlin-Friedrichshain ist dort ein Feuer ausgebrochen. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass Schutt vor dem Haus in Brand geraten sei.

Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Nachbargebäude wurden durch das Feuer nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt. Die Feuerwehr war mit rund 30 Kräften vor Ort. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Am Mittwochabend waren nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr vor dem Haus in der Liebigstraße etwa 50 Kubikmeter Müll und Gerümpel in Brand geraten. „Die Löschmaßnahmen waren umfangreich.“ Nach rund zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Wie die Polizei mitteilte, hat es zumindest im Erdgeschoss des Gebäudes ebenfalls gebrannt. Wie genau es zu dem Feuer gekommen und wo es ausgebrochen war, war zunächst unklar. Die Ermittlungen liefen noch.

Ein Anwohner sagte der dpa, dass es am Abend eine Mahnwache mit Kerzen und ewigen Lichtern vor dem ehemals besetzten Haus gegeben habe.

Um das selbstorganisierte feministische Hausprojekt „Liebig 34“ - einem Symbol der linksradikalen Szene in Berlin - war lange heftig gestritten worden. Am Freitag vor zwei Wochen wurde es unter Protest geräumt. 57 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude gewesen. In der Spitze waren etwa 2100 Polizistinnen und Polizisten auch aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei im Einsatz.

Bei einer Demo der Szene kam es in Folge der Räumung und der Übergabe an den Eigentümer trotz großen Polizeiaufgebots zu Gewaltausbrüchen. Autos wurden in Brand gesetzt und Fensterscheiben zertrümmert.

Vor zwei Jahren war ein zehnjähriger Gewerbemietvertrag für den Bewohner-Verein der „Liebig 34“ ausgelaufen. In einem langen juristischen Streit bekam der Eigentümer Recht, der dem Verein gekündigt hatte. Dieser hatte nach eigenen Angaben zuletzt keine Miete gezahlt.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-33131/3

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