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Freiburger Missbrauchsprozess prüft Rolle von Jugendamt

Prozesse

Donnerstag, 5. Juli 2018 - 05:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Freiburg. Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg stehen Jugendamt und Justiz in der Kritik. Hätten sie das Leid des Jungen früh beenden können? Hinweise auf eine Gefahr für das Kind gab es. Nun sagen Verantwortliche vor Gericht als Zeugen aus.

Hier findet der Hauptprozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg statt. Foto: Patrick Seeger/Illustration

Im Hauptprozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg will das Gericht an diesem Donnerstag (9.00 Uhr) erstmals Mitarbeiter von Jugendamt und Gerichten als Zeugen hören.

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Sie sollen nach Angaben des Landgerichts Freiburg zu etwaigen Versäumnissen vernommen werden. In dem Fall gibt es eine Debatte um mögliches Behörden- und Justizversagen.

Dem Jugendamt und zwei beteiligten Gerichten wird vorgeworfen, den heute neun Jahre alten Jungen nicht geschützt zu haben. Sie hatten entschieden, dass er bei seiner Familie bleiben solle, obwohl es Anzeichen für eine Gefährdung des Kindes gab. Angeklagt sind die 48 Jahre alte Mutter des Kindes sowie ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte, beides Deutsche (Az.: 6 KLs 160 Js 30250/17). Sie haben gestanden, den in Staufen lebenden Jungen mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. Ein Urteil soll es Gerichtsangaben zufolge bis Anfang August geben.

In dem Fall gibt es insgesamt acht Beschuldigte. Die Mutter und ihr Lebensgefährte gelten als Hauptbeschuldigte.

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