In- und Ausland

Frist für Angebote im zweiten Niki-Insolvenzverfahren endet

Luftverkehr

Freitag, 19. Januar 2018 - 04:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Korneuburg. Im Insolvenzverfahren für die Air-Berlin-Tochter Niki läuft heute eine weitere wichtige Frist ab. Bis dahin haben Interessenten eine zweite Chance, ein Angebot für die Fluglinie abzugeben - nun aber bei der österreichischen Insolvenzverwalterin.

Auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda bietet für die von ihm gegründete Fluggesellschaft. Foto: Wolfgang Duveneck

Auf Drängen des Fluggastportals Fairplane war in der Alpenrepublik ein zweites Hauptverfahren beim Landgericht Korneuburg eröffnet worden, damit die Interessen der österreichischen Gläubiger wirkungsvoller bedient werden können.

Dieser Schritt war vom deutschen vorläufigen Insolvenzverwalter Lucas Flöther heftig kritisiert worden. Aus seiner Sicht ist damit der geplante Verkauf von Niki an den britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG mit seiner Billigtochter Vueling gefährdet.

Unter den Bietern ist erneut der österreichische Luftfahrtunternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda. Er hat in einem offenen Brief an die Niki-Mitarbeiter allen Beschäftigten ein Jobangebot gemacht. Nach Angaben von Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits hofft die Belegschaft aber weiter, dass Vueling den Zuschlag erhält.

Am Montag tagt der Gläubigerausschuss im Landgericht Korneuburg. Dann soll eine Entscheidung über die Zukunft der Fluglinie fallen. Niki, bis zuletzt profitabel, war in Folge der Air-Berlin-Pleite selbst in die Insolvenz geschlittert. Neben den 21 Maschinen der Airline gelten vor allem ihre Slots - Zeitfenster für Start und Landung von Maschinen - als wertvoll.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.