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In- und Ausland

Führende Ökonomen: Notfalls Rettungsfonds für Firmen

Gesundheit

Mittwoch, 11. März 2020 - 11:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Staatsbeteiligung an Unternehmen, Abkehr von der „Schwarzen Null“ - deutsche Wirtschaftsforscher schlagen drastische Schritte vor, um eine Rezession durch die Corona-Krise zu verhindern.

Die Wirtschaftsforscher Sebastian Dullien, Peter Bofinger, Gabriel Felbermayr, Michael Hüther und Jens Südekum (v.l.) stellen ihre Vorschläge in der Corona-Krise vor. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Führende deutsche Ökonomen sprechen sich bei einer Verschärfung der Corona-Krise dafür aus, dass sich der Staat notfalls an Unternehmen beteiligt. Das geht aus einem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Papier mehrerer Wirtschaftsforscher hervor.

Wenn es nicht gelingen sollte, die Ausbreitung der wirtschaftlichen „Schockwellen“ einzudämmen, so dass es in größerem Stil zu Unternehmensinsolvenzen käme, wäre als letzte Möglichkeit an Firmenbeteiligungen des Staates mit Eigenkapital zu denken. Dies wäre analog zur Rettung von Banken in der Finanzkrise 2008/2009.

Das Papier stammt von Ökonomen wie Ifo-Präsident Clemens Fuest, dem früheren „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger und dem Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr.

Die Ökonomen fordern die Bundesregierung daneben zu weitergehenden Schritten auf als bisher beschlossen. Die Koalition hatte etwa Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht. Wenn erforderlich, müsse auch von der „Schwarzen Null“ im Staatshaushalt abgewichen werden - also einer Politik ohne Neuverschuldung. Es müsse alles getan werden, um Liquiditätsengpässe bei Firmen zu vermeiden.

Durch die Corona-Krise drohen deutliche Rückgänge beim Wirtschaftswachstum in diesem Jahr, wie Institute und Wirtschaftsverbände bereits deutlich gemacht hatten. Das Risiko einer Rezession sei gestiegen.

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