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In- und Ausland

G20 stemmt sich gegen Krise: Fünf Billionen für Wirtschaft

Krankheiten

Donnerstag, 26. März 2020 - 17:50 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Riad/Berlin. Die G20 hat schon in der Finanzkrise 2008/2009 eine wichtige Rolle gespielt. Jetzt demonstriert die Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsmächte den Willen zum gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Krise.

Salman bin Abdelasis al-Saud, König von Saudi-Arabien, hat zu dem Video-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) eingeladen. Das Königreich Saudi-Arabien hat derzeit den Vorsitz in der G20-Gruppe. Foto: -/Saudi Press Agency/dpa

Die G20 der führenden Wirtschaftsmächte will bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang ziehen und die Weltwirtschaft zunächst mit insgesamt fünf Billionen US-Dollar stützen.

„Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten“, hieß am Donnerstag in der Abschlusserklärung zu einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs.

Man werde gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen internationalen Organisationen „alle erforderlichen Schritte unternehmen, um diese Pandemie zu überwinden“. Dabei werde man keine Mühen scheuen, um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern.

Zudem wolle man sich gemeinsam darum bemühen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und Störungen im Handel und in globalen Versorgungsketten so gering wie möglich zu halten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Zu dem Videogipfel hatte der saudische König Salman eingeladen, dessen Land dieses Jahr der G20 vorsitzt. Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels. Ihr gehören unter anderen die USA, China und Russland an. Für Deutschland nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Videoschalte teil.

Hier die wichtigsten Ergebnisse des Gipfels:

- BEKÄMPFUNG DER AKTUELLEN PANDEMIE: Die G20 bekennen sich zum transparenten Austausch epidemiologischer Daten und der für Forschung und Entwicklung notwendigen Materialien. Die Produktion medizinischer Güter soll ausgebaut werden. Die G20-Gesundheitsminister sollen bis zu ihren bereits geplanten Beratungen im April ein Sofortmaßnahmenpaket zur gemeinsamen Bekämpfung der Pandemie erarbeiten.

- VORSORGE: Die Ausgaben für die Epidemievorsorge sollen substanziell erhöht werden. „Wir bekennen uns außerdem zur Zusammenarbeit dabei, Forschung und Entwicklung im Bereich Impfstoffe und Medikamente verstärkt zu fördern, digitale Technologien wirksamer zu nutzen und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren“, heißt es in der Erklärung.

- SCHUTZ DER WELTWIRTSCHAFT: Bereits jetzt haben die G20-Staaten laut Erklärung fünf Billionen US-Dollar für die Stützung der Weltwirtschaft eingeplant. „Wir werden weiterhin ehrgeizig und in großem Umfang fiskalpolitische Unterstützung leisten“, heißt es darin. Die Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20 sollen nun einen G20-Aktionsplan erarbeiten.

- HILFE FÜR ENTWICKLUNGSLÄNDER: Entwicklungsländer, vor allem die in Afrika sollen bei der Bewältigung der Krise unterstützt werden. „Die Stärkung des Gesundheitsschutzes in Afrika sehen wir als ganz entscheidend für die Widerstandsfähigkeit der globalen Gesundheit an“, heißt es in der Erklärung. „Wir sind bereit, Finanzmittel für entwicklungspolitische und humanitäre Maßnahmen zu mobilisieren.“

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