In- und Ausland

Gebete für Opfer am 15. Jahrestag der Tsunami-Katastrophe

Katastrophen

Donnerstag, 26. Dezember 2019 - 14:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bangkok. Am zweiten Weihnachtstag 2004 verwüsteten gewaltige Flutwellen Küsten am Indischen Ozean. Bei der größten Tsunami-Katastrophe seit Menschengedenken kamen rund 230 000 Menschen ums Leben.

Eine Frau betet an einem Massengrab für die Opfer des Tsunami im Indischen Ozean in Banda Aceh. Foto: Nurhasanah/AP/dpa

In mehreren Ländern rund um den Indischen Ozean ist am zweiten Weihnachtstag der Opfer des verheerenden Tsunamis vom 26. Dezember 2004 gedacht worden.

In Thailand kamen am 15. Jahrestag Hunderte Menschen buddhistischen, christlichen und muslimischen Glaubens im Memorial Park in Ban Nam Khem zu Gebeten zusammen.

Die Zeremonie solle nicht nur an die Opfer erinnern, sondern auch daran, dass die Bevölkerung wachsam und vorbereitet sein müsse, falls sich eine Naturkatastrophe dieser Art wiederhole, sagte der stellvertretende Innenminister Nipon Bunyamanee. „Eine Lektion, die wir gelernt haben, ist, dass wir nicht genug Personal haben, um alleine mit einer solchen Situation fertig zu werden. Wir müssen uns auf die Hilfe der Gemeinschaft verlassen können.“ Ein starkes Netzwerk gegenseitiger Hilfe sei der beste Weg, vorbereitet zu sein.

Thailand hat seit dem Tsunami mehr als 100 Warntürme entlang seiner Küsten aufgestellt, in den gefährdeten Provinzen finden regelmäßig Katastrophenschutzübungen statt. Auch in der indonesischen Provinz Aceh, wo damals rund 180.000 Menschen ums Leben kamen, versammelten sich am Donnerstag Angehörige und Freunde zu Gebeten an einem Massengrab für die Opfer.

Rund 230.000 Menschen waren im Jahr 2004 gestorben, nachdem ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 9,1 vor der indonesischen Insel Sumatra einen Tsunami ausgelöst hatte. Auch mehr als 500 Deutsche kamen ums Leben. 14 Länder wurden damals von bis zu 20 Meter hohen Wellen getroffen. Besonders schwer traf es neben der indonesischen Provinz Aceh Thailand, Indien und den Inselstaat Sri Lanka. Es war die größte Tsunami-Katastrophe seit Menschengedenken.

Von der Stadt Banda Aceh blieb praktisch nichts übrig. Foto: epa Weda/epa/dpa

Zwei Männer suchen unter den Opfern von Khao Lak nach Verwandten. Foto: epa Rungroj Yongrit/epa/dpa

Verwüstetes Banda Aceh: Bei der furchtbaren Tsunami-Katastrophe von 2004 kamen am zweiten Weihnachtstag mehr als 230.000 Menschen ums Leben. Foto: epa Andy Rain/epa/dpa

Auf der Suche nach Verwertbarem: Zwei Männer in der Trümmerwüste von Banda Aceh in Indonesien. Foto: epa Weda/epa/dpa

Frauen und Kinder, die den Tsunami in der Nähe von Banda Aceh überlebt haben, hocken vor einem zerstörten Haus an einer Wasserstelle. Foto: epa Ardiles Rante/epa/dpa

Diese Frau, die ihren Namen nicht genannt haben will, überlebte vor 15 Jahren den Tsunami in Thailand, verlor dabei aber ihre Mutter. Foto: Oliver Dietze/dpa

Thailändische Soldaten bringen Särge zum Yan Yao-Tempel auf Khao Lak. Foto: epa Rungroj Yongrit/epa/dpa

Die Insel Banda Aceh wurde am härtesten vom Tsunami getroffen. Foto: epa Ahmad Yusni/epa/dpa

Allein in der indonesischen Region Banda Aceh starben mehr als 115.000 Menschen. Foto: epa Yusni/epa/dpa

Trümmer des vom Tsunami zerstörten Nang Thong-Resorts am Strand von Khao Lak. Foto: epa Vinai Dithajohn/epa/dpa

Helfer bergen in Banda Aceh die Leiche eines Tsunami-Opfers. Foto: epa Nani Afrida/epa/dpa

Suche nach den Kindern: Eine Thailänderin versucht, ihren Sohn und ihre Tochter zu finden. Foto: epa Rungroj Yongrit/epa/dpa

Mahnmal: Ein vom Tsunami kilometerweit an Land gespültes Fischerboot in Banda Aceh. Foto: Doreen Fiedler/dpa

Japanische Bauarbeiter inspizieren die Trümmer eines zerstörten Luxushotels auf Khao Lak in Thailand. Foto: Boris Roessler/dpa


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