In- und Ausland

Geboren im Parlamentsgebäude: Treffen von „Reichstagsbabys“

Geschichte

Sonntag, 8. September 2019 - 04:46 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Es ist ein kaum bekanntes Kapitel deutscher Geschichte: In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs war im Keller des Berliner Reichstags eine Geburtsstation untergebracht.

Mareile Van der Wyst, geboren am 15. September 1944 im Keller des Reichstages, ist stolz auf ihren Geburtsort. Foto: Monika Skolimowska

Etwa 75 Jahre danach treffen sich an diesem Sonntag im Gebäude des heutigen Bundestags ehemalige „Reichstagsbabys“, die dort auf die Welt kamen. 15 Menschen hatten sich nach einem im April veröffentlichten Aufruf von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gemeldet.

Viel ist heute über die provisorische Geburtsstation der damaligen 2. Universitätsfrauenklinik der Charité nicht bekannt. „Den überlieferten Quellen ist nicht zu entnehmen, von wann bis wann die Charité den Reichstagskeller als nächtlichen Schutzraum für hochschwangere Frauen, Wöchnerinnen und ihre Neugeborenen nutzte“, heißt es dazu aus dem Bundestag.

Mareile Van der Wyst, geboren am 15. September 1944 im Keller des Reichstages, hält ihre Geburtsurkunde in den Händen. Foto: Monika Skolimowska


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