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In- und Ausland

Getränke vergiftet: Verbindung zu weiterem Fall vermutet

Kriminalität

Donnerstag, 25. Juni 2020 - 12:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Eine 56-Jährige soll mehrfach Gift in Getränkeflaschen in Münchener Supermärkten getan haben. Die Polizei vermutet, dass die Frau auch für einen weiteren Fall verantwortlich ist - bei dem zwei Kinder Opfer wurden.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Die Verdächtige im Fall vergifteter Getränkeflaschen in Münchner Supermärkten soll auch für die Vergiftung zweier Kinder in einem Kulturzentrum im November 2018 verantwortlich sein. Das sagte der Leiter des Kriminalkommissariats 11 der Münchner Polizei, Josef Wimmer.

Die beiden damals sieben und zehn Jahre alten Kinder hätten nach dem Trinken im Kulturzentrum Gasteig Schwindelgefühle gehabt, sich erbrochen und eine Nacht im Krankenhaus bleiben müssen. Es gebe unter anderem Zeugen, die eine auffällige Frau damals bei der Veranstaltung gesehen hätten.

Im März und April waren vier manipulierte Flaschen in zwei Münchner Supermärkten aufgetaucht. Drei Kunden hatten die vergifteten Flaschen gekauft und daraus getrunken. Zwei Frauen im Alter von 34 und 42 Jahren mussten laut Polizei sofort medizinisch behandelt werden. Auch einem 48-jährigen Kunden soll es nach dem Verzehr schlecht gegangen sein. Die Dosis des Gifts hätte nach Einschätzung der Ermittler tödlich wirken können. Eine psychisch kranke Frau wurde Anfang Juni festgenommen. Das Motiv der 56-Jährigen galt damals als unklar.

Die Beamten gingen davon aus, dass die Frau seit 2018 wahllos mit Gift hantiert habe, sagte Wimmer. Sie äußere sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen. Der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, betonte, die Frau sei nicht nur im Raum München unterwegs gewesen, sondern auch überregional. Bislang gebe es keine Hinweise, dass sie auch im Nachtleben, etwa in Bars, war.

© dpa-infocom, dpa:200625-99-560242/2

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