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Großbrand am Kilimandscharo dauert an - Hoffnung auf Regen

Brände

Mittwoch, 14. Oktober 2020 - 10:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Moshi/Johannesburg. Der Kampf gegen die Flammen am Kilimandscharo geht weiter. Noch immer sind rund 500 Helfer an Afrikas höchstem Berg im Einsatz. Doch Niederschlag am Fuße des Berges macht Hoffnung.

Flammen steigen aus einem Waldstück auf dem Kilimandscharo empor. Foto: Uncredited/AP/dpa

An Afrikas höchstem Berg geht der Kampf gegen die seit Tagen lodernden Flammen auch am Mittwoch unvermindert weiter. Laut Tansanias Nationalpark-Behörde Tanapa waren an der Südflanke des Kilimandscharo bis Dienstagabend 28 Quadratkilometer Heidelandschaft abgebrannt.

„Es ist uns aber gelungen, in großen Gebieten das Feuer einzugrenzen“, hatte Tanapa-Chef Allan Kijazi am Vorabend erklärt, allerdings auch betont: „Es gibt aber nicht so einfach zu erreichende neue Flächen, an denen das Feuer unvermindert weiter wütet.“ Es sei riskant, die Helfer zur Brandbekämpfung dort in der Nacht hinzuschicken. Er hoffe jedoch, dass der Großbrand im Laufe des Mittwochs weitgehend unter Kontrolle gebracht werden könne.

Unterdessen gab es erste Hoffnung auf Regen, nachdem es in dem am Fuße des Berges gelegenen Ort Moshi einige wenige Niederschläge gab. Insgesamt bekämpfen laut Tanapa rund 500 Feuerwehrleute und Helfer auf knapp 3000 Metern Höhe den Brand, der am Sonntagabend aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen war. Die Höhe und der teilweise nur schwer erreichbare Brandherd gestalten die Löscharbeiten schwierig. Da nur die Südflanke des Kilimandscharos betroffen ist, wurde der nach den Corona-Beschränkungen schleppend wieder anlaufende Bergtourismus über andere Routen umgeleitet. Weiterhin seien Bergsteiger im Gebirgsmassiv unterwegs zum Gipfel des Kilimandscharo, hatte Tanapa-Sprecher Pascal Shelutete bestätigt.

Eine Gruppe deutscher, Schweizer und österreichischer Bergsteiger berichtete der Deutschen Presse-Agentur aus dem in rund 3900 Metern Höhe gelegenen Shira Camp 2, oberhalb der dichten Qualmwolken sei der Blick am Mittwochmorgen weitgehend frei. Die Wolken waren bei der Ankunft der Gruppe am Vorabend noch im Hintergrund zu sehen. Die Gruppe hatte ihren Aufstieg über eine ihnen als ungefährlich angewiesene Route angetreten. Der Kilimandscharo gilt mit 5895 Metern Höhe als Afrikas höchster Berg und auch als Tansanias Wahrzeichen.

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Ein Blick vom 3900 Meter hoch gelegenen Camp auf die unterhalb gelegenen Qualmwolken. Foto: Debbie Bachmann/-/dpa

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