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In- und Ausland

Hagia Sophia öffnet nach Umwandlung in Moschee für Gebet

International

Freitag, 24. Juli 2020 - 11:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Istanbul. Kirche, Moschee, dann Museum und nun wieder Moschee - die Hagia Sophia ist eines der beliebtesten Bauwerke Istanbuls. Nachdem das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei den Status der Hagia Sophia als Museum annulliert hat, findet hier heute erstmals ein muslimisches Freitagsgebet statt.

Die Hagia Sopia, aufgenommen kurz nach Sonnenaufgang. Das Istanbuler Wahrzeichen Hagia Sophia - einst Kirche, dann unter den Osmanen eine Moschee und von Republikgründer Atatürk 1934 säkularisiert und zum Museum gemacht - wird ab Freitag wieder als Moschee genutzt. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa

Nach der Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee findet dort an diesem Freitag erstmals ein muslimisches Freitagsgebet statt. An der offiziellen Wiedereröffnung will auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan teilnehmen.

Erwartet werden zwischen 1000 und 1500 Gläubige. Zudem sind rund um das Gebäude Bereiche für betende Gläubige reserviert. Viele Straßen wurden für den Verkehr gesperrt. Die Behörden riefen dazu auf, eine Maske zu tragen und den Mindestabstand einzuhalten. Insgesamt sollen mehr als 20 000 Polizisten im Einsatz sein.

Vor zwei Wochen hatte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei den Status der Hagia Sophia als Museum annulliert. Erdogan ordnete daraufhin die Nutzung als Moschee an. Die Hagia Sophia wurde im 6. Jahrhundert nach Christus als Kirche erbaut und nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) durch die Osmanen in eine Moschee umgewandelt. Auf Anordnung des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk wurde das Gebäude 1934 zum Museum.

© dpa-infocom, dpa:200724-99-907463/2

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