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Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Wetter

Dienstag, 11. August 2020 - 12:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Wer Hitze bis 37 Grad mag, dürfte gerade ganz zufrieden sein. Der Hochsommer bringt in manchen Regionen aber auch Unwettergefahr mit sich.

Zahlreiche Menschen genießen das schöne Wetter auf der Hackerbrücke in München. Foto: Sven Hoppe/dpa

Schwülheiße Luft bestimmt in Deutschland das Wetter. Vor allem in der Südhälfte besteht lokal Unwettergefahr mit teils kräftigen Gewittern, wie es in der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Dienstag hieß.

Im Norden und Nordosten Deutschlands soll es meist trocken bleiben. Das Thermometer klettere auf 30 bis 37 Grad. Für einige Regionen im Westen und Südwesten Deutschlands sprach der DWD von extremer Wärmebelastung.

Bereits am Montag zogen mancherorts Gewitter durch. Wegen eines Blitzeinschlags und umgestürzter Bäume war der Bahnverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Berlin seit Montagnachmittag erheblich gestört. Es kam zu Umleitungen und Verspätungen. Am Dienstagmorgen lief dann wieder alles rund, wie es bei der Bahn hieß. In Dresden etwa wurde zudem bei Starkregen am Montag kurzzeitig eine Autobahnunterführung überschwemmt.

Die beiden heißesten Orte Deutschlands lagen am Montag in Baden-Württemberg. Der DWD registrierte in Bad Mergentheim-Neunkirchen mit 36,6 Grad die bundesweit höchste Temperatur des Tages. Auf Platz zwei lag mit 36,4 Grad Waghäusel-Kirrlach. Platz drei der heißesten Orte ging nach Rheinland-Pfalz: In Trier-Zewen wurde am Montag eine Tageshöchsttemperatur von 36,3 Grad gemessen.

In Trier war tags zuvor sogar die bundesweit höchste Temperatur des bisherigen Jahres gemessen worden. An der DWD-Station Trier-Petrisberg kletterte das Thermometer am Sonntag auf ein Maximum von 38,6 Grad.

Unter der Hitze dürften vielerorts auch Schüler leiden, vor allem, wenn sie wegen Corona auch noch Masken tragen müssen. Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, sprach sich für mehr Erholungspausen aus. „Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler regelmäßig Abkühlung verschaffen können“, sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstag). Zudem müsse eine Getränkeversorgung sichergestellt werden. „Das gilt insbesondere für Bundesländer wie NRW, in denen im Unterricht Maskenpflicht herrscht.“

Vielerorts bleibt die Waldbrandgefahr sehr hoch - etwa in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl es dort am Montag einige starke Regenfälle gegeben hatte. Wie die Landesforstanstalt in Malchin am Dienstag mitteilte, besteht in Mecklenburg-Vorpommern in drei von neun Forstämtern die höchste Warnstufe fünf. Auch im benachbarten Brandenburg galt in weiten Landesteilen die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

Angesichts der Trockenheit sind die Menschen mancherorts aufgerufen, Trinkwasser zu sparen. So sprechen erste hessische Kommunen bereits von Notständen bei der Wasserversorgung; Versorger und Verbände mahnen zum umsichtigen Gebrauch. „Auch aufgrund der eingeschränkten Urlaubsmöglichkeiten in diesem Sommer wird mit Auswirkungen auf den Verbrauch gerechnet“, sagte eine Sprecherin des hessischen Umweltministeriums mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie.

In Lauenau in Niedersachsen war nach warmen und trockenen Tagen am Samstag der Wasserspeicher leer gelaufen. Zeitweise waren Tankfahrzeuge im Einsatz.

© dpa-infocom, dpa:200811-99-124655/2

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