In- und Ausland

Immer mehr Bankkunden müssen Negativzinsen zahlen

Bundesbank

Montag, 17. September 2018 - 12:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Immer mehr Banken geben die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter. Betroffen seien vor allem größere Einlagen von Firmen, schreibt die Bundesbank in ihrem veröffentlichten Monatsbericht September.

Immer mehr Banken geben Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter. Foto: Arne Dedert

Allerdings müsse auch mancher reiche Privatkunde draufzahlen, statt für Geld auf dem Bankkonto Zinserträge zu kassieren. „Zur Stabilisierung ihrer Zinsmargen verzinsen Banken zunehmend auch Einlagen privater Haushalte negativ.“

Die Banken geben damit einen Teil der Kosten weiter, die die Niedrigzinspolitik der EZB verursacht: Sie kassiert 0,4 Prozent Strafzinsen für Gelder, die Banken bei ihr parken. In der Bundesbank-Auswertung sind Daten von 223 Instituten in Deutschland berücksichtigt. Sie stehen für zwei Drittel des deutschen Bankenmarktes.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.