Internationale Militärchefs verurteilen Gewalt in Myanmar

dpa Washington. Nach dem Militärputsch sind in Myanmar bislang bei Protesten Schätzungen zufolge knapp 3070 Menschen festgenommen worden. Mindestens 328 wurden getötet. Der Westen fordert die Gewaltanwendung einzustellen.

Internationale Militärchefs verurteilen Gewalt in Myanmar

Ein Demonstrant stapelt Säcke auf einer Straße als Barrikade während eines Protestes in Yangon. Foto: Theint Mon Soe/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Die Militärchefs von einer Reihe westlicher Staaten haben in einer gemeinsamen Erklärung die Gewalt gegen friedliche Demonstranten in Myanmar scharf verurteilt.

Gleichzeitig forderten sie die Militärjunta in dem in der Nacht zum Sonntag veröffentlichten Schreiben auf, internationale Standards der militärischen Professionalität anzuwenden. „Ein professionelles Militär hält sich an internationale Verhaltensstandards und ist dafür verantwortlich, die Menschen, denen es dient, zu beschützen, und nicht, ihnen zu schaden.“

Die Militärchefs forderte die Streitkräfte Myanmars auf, die Gewaltanwendung einzustellen und daran zu arbeiten, „den Respekt und die Glaubwürdigkeit, die sie durch ihre Aktionen verloren haben, bei den Menschen in Myanmar wiederherzustellen“. Die Erklärung wurde von Mark Milley, dem Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs der USA, und seinen Kollegen aus Australien, Kanada, Deutschland, Griechenland, Italien, Japan, Dänemark, den Niederlanden, Neuseeland, Südkorea und Großbritannien unterzeichnet.

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