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In- und Ausland

Island hofft auf wachsende Touristenzahlen

Tourismus

Montag, 13. Juli 2020 - 05:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Reykjavik. Jahrelang schossen die Touristenzahlen auf Island in die Höhe. Jetzt sollten sie sich stabilisieren. Stattdessen kam Corona - mit immensen Folgen für die isländische Reisebranche. Die Isländer verzagen trotzdem nicht.

Touristen wandern zum Wasserfall Gullfoss. Foto: Steffen Trumpf/dpa

Die isländische Reisebranche hofft nach einem erheblichen Tourismus-Rückgang während der Corona-Krise auf eine wieder wachsende Zahl an Island-Urlaubern.

„In den vergangenen Monaten sind wir auf quasi Null gefallen“, sagte die Leiterin der Tourismusbehörde Visit Iceland, Sigrídur Dögg Gudmundsdóttir, der Deutschen Presse-Agentur. Bereits heute sei klar, dass die Verluste für den Sektor groß sein werden: 2019 hätten ausländische Touristen 383 Milliarden isländische Kronen - umgerechnet sind das knapp 2,5 Milliarden Euro - im Land ausgegeben. Für 2020 schätze man, dass nun 250 bis 300 Milliarden Kronen (1,6 bis 1,9 Mrd Euro) davon wegfallen werden.

Schon jetzt lasse sich ausschließen, dass die Touristenzahlen in diesem Jahr auch nur in die Nähe der Werte des Vorjahres kämen, sagte Gudmundsdóttir. Wenn die Menschen international aber wieder stärker zu reisen begännen, werde auch der Tourismus in Island wieder Fahrt aufnehmen. Auch die isländische Tourismusministerin Thórdís Kolbrún Gylfadóttir sagte: „Das hier ist ein Schock gewesen, aber wir wissen, dass wir wieder auf die Beine kommen werden.“

Seitdem der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 die Insel im Nordatlantik ins internationale Bewusstsein gerückt hatte, waren die Touristenzahlen bis 2018 von knapp 500.000 auf mehr als 2,3 Millionen in die Höhe geschossen. 2019 pendelte sich der Wert bei knapp 2 Millionen ein, ehe der Island-Tourismus wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 fast gänzlich zum Erliegen gekommen war.

© dpa-infocom, dpa:200713-99-767176/2

Ingrid Bergmann 13.07.202010:59 Uhr

Ich denke, die Tourismuspause tut Island sehr gut. Die Region ist in der letzten Zeit regelrecht überschwemmt worden. Es gibt dort kaum eine entsprechende umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Zudem wurde jeder interessante Platz bewirtschaftet, d.h. reichlich Eintrittsgeld wurde genommen.

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