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Johnson will Kriminalitätsbekämpfung via GPS-Tracker

Kriminalität

Dienstag, 27. Juli 2021 - 10:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa London. Wer in Großbritannien mindestans zwölf Monat hinter Gittern verbracht hat, soll nach der Entlassung für ein weiteres Jahr mithilfe eines GPS-Trackers beobachtet werden. Für Kritiker sind das Spielereien.

Stößt mit seinem Vorhaben auf viel Kritik: Premierminister Boris Johnson. Foto: Daniel Leal-Olivas/PA/dpa

Mit härteren Regeln will der britische Premierminister Boris Johnson die Kriminalität besser bekämpfen.

Einbrecher und Diebe, die mindestens ein Jahr im Gefängnis saßen, sollen nach ihrer Entlassung für ein weiteres Jahr mithilfe eines GPS-Trackers beobachtet werden. Straftäter, die auf Bewährung freikommen, müssen unbezahlte Arbeit leisten - zum Beispiel Müll sammeln. Zudem soll die Polizei mehr Befugnisse erhalten, um Menschen auf der Straße zu stoppen und zu kontrollieren. Die Opposition kritisiert das Vorhaben.

„Die Öffentlichkeit will, dass der Gerechtigkeit genüge getan wird und Kriminelle den Preis für ihre Verbrechen bezahlen“, schrieb Innenministerin Priti Patel in der Zeitung „Daily Mail“. „Sie will, dass Rowdys der Gesellschaft das zurückgeben, was sie ihr mit ihren gedankenlosen Handlungen eingebrockt haben.“ Die Pläne sehen zudem namentlich genannte Polizeibeamte als Ansprechpartner vor - sowie „Nüchternheitssensoren“, die Alkohol im Schweiß nachweisen, für Menschen, die wegen Alkoholdelikten straffällig wurden.

Kritiker verurteilten das Vorhaben als Spielereien, die die Straßen nicht sicherer machten. Die konservative Regierung habe seit 2010 bei der Polizei mehr als 20.000 Stellen abgebaut. Die Vorschläge kommen aus Sicht von Polizeivertretern zudem zur Unzeit: Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung angekündigt, die Gehälter von Beamten einzufrieren.

© dpa-infocom, dpa:210727-99-551567/2

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