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In- und Ausland

Kommt das Freilandverbot für umstrittene Insektizide?

Wissenschaft

Freitag, 27. April 2018 - 05:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Die EU-Staaten wollen heute in Brüssel über ein Freilandverbot für einige bienenschädliche Insektizide abstimmen. Deutschland hat angekündigt, in dem zuständigen EU-Ausschuss dafür zu stimmen, dass drei der Neonikotinoide nur noch in Gewächshäusern und nicht mehr auf Äckern genutzt werden dürfen.

Freilandverbot für bienenschädliche Insektizide? In Brüssel wird abgestimmt. Foto: Jens Kalaene

Neonikotinoid-Insektizide können Untersuchungen zufolge etwa das Lernvermögen und die Orientierungsfähigkeit von Wild- und Honigbienen beeinträchtigen, sie lähmen oder töten. Ohne die bestäubenden Insekten seien dramatische Folgen für die Landwirtschaft zu befürchten, vor allem für den Obstbau, sagen Umweltschützer und viele andere Fachleute. Auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner sagte jüngst: „Was der Biene schadet, muss weg vom Markt.“

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte kürzlich die Gefahren für Bienen und Hummeln durch Neonikotinoide bestätigt. Für die drei Stoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid gilt seit 2013 bereits ein Teilverbot, das nun ausgeweitet werden könnte. Dann dürfen die Mittel nur noch in Gewächshäusern verwendet werden.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist gegen ein umfassendes Freilandverbot. „Dies darf aber beispielsweise nicht auf nicht-blühende Kulturen wie Zuckerrüben ausgedehnt werden“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied.

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