LEG profitiert vom Anstieg der Mieten und Immobilienpreise

dpa Düsseldorf. Die Durchschnittsmieten bei dem Immobilienriesen steigen. Zugleich sorgt eine Neubewertung des Immobilienportfolios für einen milliardenschweren Wertzuwachs.

LEG profitiert vom Anstieg der Mieten und Immobilienpreise

Die Immobilienpreise ziehen auch im Hamburger Umland überproportional an. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Der Immobilienkonzern LEG profitiert weiter vom Wohnungsmangel in vielen deutschen Städten. Gestiegene Nettokaltmieten und eine deutlich gesunkene Leerstandsquote ermöglichten es dem Konzern im ersten Halbjahr, das Ergebnis erneut deutlich zu steigern, wie LEG-Chef Lars von Lackum am Mittwoch berichtete.

Außerdem sorgte eine Neubewertung des Immobilienportfolios im ersten Halbjahr für einen Wertzuwachs von 1,1 Milliarden Euro oder 7,5 Prozent.

Im zweiten Quartal wuchs der operative Gewinn der LEG im Jahresvergleich um 13,4 Prozent auf 114,1 Millionen Euro. Die Miete auf vergleichbarer Fläche stieg im Berichtszeitraum um 3,5 Prozent auf durchschnittlich 6,09 Euro pro Quadratmeter. Vor allem in den Großstädten legen die Mieten schon seit Jahren zu, inzwischen holen aber auch viele mittelgroße Städte kräftig auf. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun damit, dass der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 410 bis 420 Millionen Euro liegen wird. Im Vorjahr hatte LEG einen operativen Gewinn von rund 383 Millionen Euro erzielt.

Vom katastrophalen Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden nach Konzernangaben etwa 200 der insgesamt rund 145.000 Mietwohnungen des Konzerns beschädigt - vor allem in Bad Neuenahr/Ahrweiler. Insgesamt 35 Wohneinheiten seien noch nicht wieder bewohnbar. „Die finanziellen Belastungen der LEG durch das Hochwasser sind gering, da wir umfassend gegen Elementarschäden versichert sind“, sagte Lackum.

Der Konzern tue derzeit alles, um den Mieterinnen und Mietern an den betroffenen Standorten bald wieder ein lebenswertes Zuhause zu bieten. Die LEG-Stiftungen hätten außerdem einen Hochwasser-Nothilfefonds für Betroffene, die Hab und Gut in den Fluten verloren, in Höhe von vorerst 250.000 Euro aufgelegt.

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