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In- und Ausland

Landwirte ziehen Bilanz 2017 - Wohin gehen die Preise?

Agrar

Dienstag, 5. Dezember 2017 - 09:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Viele Bauern haben nun schon zwei Krisenjahre wegstecken müssen. Hat sich das Hoffen auf Besserung erfüllt? Der Bauernverband legt frische Zahlen zum Geschäft vor. Das interessiert auch Supermarktkunden.

Ein wichtiges Thema für viele Landwirte ist der Unkrautvernichter Glyphosat. Foto: Federico Gambarini

Fröste im Frühjahr, Dauerregen zur Ernte, aber teils bessere Preise: Die deutschen Landwirte mussten in diesem Jahr mit durchwachsenen Bedingungen zurechtkommen.

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Eine wirtschaftliche Bilanz legt Bauernpräsident Joachim Rukwied am Dienstag in Berlin vor. Insgesamt hatte sich die Branchenstimmung aufgehellt, vor allem in krisengeplagten Bereichen wie der Milch. „Die Einkommen der Bauern sind wieder gestiegen“, heißt es nach Informationen der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag) in der Bilanz - obwohl im Herbst niedrigere Preise für Schweine und Mehrkosten für Dünger und Energie die Aussichten teils wieder eingetrübt hatten.

Zuvor waren die Einkommen der Betriebe angesichts niedriger Weltmarktpreise für wichtige Produkte zwei Jahre in Folge gesunken. Die Bilanz bezieht sich jeweils auf das Wirtschaftsjahr, das bis Ende Juni läuft. Die sommerliche Ernte fiel danach in mehreren Regionen enttäuschend aus. Viele Obstbauern erlitten massive Einbußen.

Bei den Preisen, die Bauern für ihre Produkte erzielen können, hatte sich die Entwicklung über den Sommer verbessert. Vor allem für Milch und Milchprodukte erhalten Erzeuger inzwischen mehr - das bekommen auch Supermarktkunden zu spüren. So stieg der Butterpreis deutlich, auch Sahne, Milch, Quark, Käse und Joghurt wurden teurer.

Ein wichtiges Thema für viele Landwirte ist der Unkrautvernichter Glyphosat. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hatte gegen den Willen der SPD in der Bundesregierung für eine weitere Zulassung in der EU gestimmt. Nun wird über nationale Beschränkungen bei der Anwendung diskutiert, für die sich auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) stark macht.

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