Laschet: „Ich will der nächste Bundeskanzler werden“

dpa Düsseldorf. Bei einem Auftritt in Düsseldorf schickt der Unions-Kanzlerkandidat eine kämpferische Ansage in Richtung der politischen Wettbewerber. Den Grünen wirft Laschet „kleinkariertes Gucken auf Verbote“ vor.

Laschet: „Ich will der nächste Bundeskanzler werden“

Mahnt zur Geschlossenheit im Bundestagswahlkampf: Unions-Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will hart um das Kanzleramt kämpfen. „Ich will der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden“, rief der Unions-Kanzlerkandidat bei der Landesvertreterversammlung der CDU NRW in Düsseldorf.

„Ich werde das nur schaffen, wenn wir Geschlossenheit aufbringen“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende. Der politische Wettbewerber müsse wissen, mit wem er es zu tun habe. Er werde mit aller Kraft dafür kämpfen, dass Deutschland auch nach Kanzlerin Angela Merkel gut geführt werde.

Wenn er Kanzler werde, dann stelle NRW erstmals seit Konrad Adenauer wieder den Bundeskanzler, sagte Laschet. Er stehe „mit großem Respekt vor dieser Kandidatur“. „Der nächste Bundeskanzler muss ein Kanzler sein, der für Ost und West und Nord und Süd Kanzler ist.“ Aber er müsse auch wissen, wo er herkomme, was ihn geprägt habe und welche Menschen ihn auf seinem Weg begleitet hätten.

Laschet kritisiert Spritpreis-Debatte

Den Grünen warf Laschet im Kampf um den Klimaschutz ein „kleinkariertes Gucken auf Verbote“ vor. Die CDU kämpfe für das „große Projekt des klimaneutralen Deutschlands“, sagte er in Düsseldorf. Die Diskussion, ob „Spritpreise so oder so“ sein müssten oder innerdeutscher Flugverkehr eingeschränkt werden müsse, sei kleinteilig. Es müssten Anreize für Investitionen in klimaneutrale Produktion gesetzt werden.

Die CDU wolle nicht mit „Verboten, Verzicht und Verlust“ Politik machen, sondern mit „Innovation, Impulsen und Ideen“. Dazu gehöre etwa auch eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung. Man dürfe auch nicht glauben, dass Politik mit Verordnungen jedes Detail der Wirtschaft steuern könne, sagte Laschet.

Im Vorfeld der anstehenden Bundestag rief Laschet seine Partei zur Geschlossenheit auf. Geschlossenheit habe die CDU in Nordrhein-Westfalen an die Regierung gebracht: „Und so werden wir auch diese Bundestagswahl gewinnen, weil wir die Kraft haben, uns zu einigen.“

Die nordrhein-westfälische CDU will Laschet am Samstag auf Platz eins ihrer Landesliste für die Bundestagswahl wählen. Etwa 250 Vertreter des größten CDU-Landesverbandes sind dafür erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zu einer Präsenzversammlung zusammengekommen.

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