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Lauterbach fordert „letzten harten Lockdown“

Gesundheit

Montag, 29. März 2021 - 08:55 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach ist für striktere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Mit mehr Tests Lockerungen zu ermöglichen, hält er für den falschen Weg und plädiert für Alternativen.

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, fordert einen "letzten harten Lockdown". Foto: Kay Nietfeld/dpa

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der schnell steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland einen „letzten harten Lockdown“ zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gefordert.

„Wir können es nicht so laufen lassen“, sagte Lauterbach im Westdeutschen Rundfunk. Andernfalls würden die Inzidenzzahlen in wenigen Wochen über 200 steigen.

Der SPD-Politiker plädierte einerseits für eine Pflicht zum Homeoffice und zu regelmäßigen Corona-Tests in den Betrieben. Außerdem sprach er sich für eine befristete Ausgangssperre am Abend aus. Die Bewegungsdaten der Handys zeigten, dass sich viele Menschen abends immer noch privat träfen. Das sei verständlich, müsse aber eine Zeit lang begrenzt werden.

Kritik übte der Gesundheitspolitiker an dem uneinheitlichen Vorgehen der Länder und den vielerorts zu beobachtenden Bemühungen, mit mehr Tests Lockerungen zu ermöglichen. „Die Wahrheit ist, wir müssen erst einmal wirklich Kontrolle in das Geschehen hineinbringen. Wir brauchen etwas, was das exponentielle Wachstum jetzt hemmt und das ist mit Lockerungen nicht zu machen.“ Zu glauben Tests seien der Königsweg, mit dem man den Anstieg der Inzidenzzahlen in den Griff bekomme, sei ein Fehler. „Das lässt sich durch Testen nicht alleine wegbekommen.“

© dpa-infocom, dpa:210329-99-09554/2

I. Mann 29.03.202111:30 Uhr

Und dann? dann sind die Zahlen niedriger, dann steigen sie wieder, es gibt eine vierte, fünfte, sechste Welle. Das mit den Impfungen zieht sich bis ins nächste Jahr, und dann sind wieder die ersten dran, oder es gibt Mutationen und es muss neu geforscht werden. Dann haben sich viele Menschen umgebracht, sind depressiv geworden oder abgestürzt. Ich alleine kenne schon drei, die aus der Bahn geworfen wurden wegen Arbeitslosigkeit und Isolation. So kann das nicht weiter gehen. Ich bin gegen einen harten Lockdown, für Tests und Maskentragen. Dann kann man auch in den Urlaub, ggf. auch ohne sich in Restaurants zu setzen. Wir werden die Krankheit nie mehr ausrotten können.

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