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In- und Ausland

Leichter Verlust für Dax - Zäher EU-Gipfel um Corona-Hilfen

Börsen

Montag, 20. Juli 2020 - 10:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Am deutschen Aktienmarkt ist es am Montag nach einer starken Vorwoche moderat abwärts gegangen. Der Leitindex Dax verlor im frühen Handel 0,69 Prozent auf 12.830,32 Punkte. Er hatte die vergangenen drei Wochen deutlich zugelegt und sich der Hürde von 13.000 Punkten genähert.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der Index der mittelgroßen Werte MDax sank am Morgen um 0,63 Prozent und damit auf 26.767,18 Zähler. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,83 Prozent auf 3337,50 Punkte.

Im Blick der Anleger steht derzeit das geplante EU-Hilfspaket. Hier erwies sich der EU-Gipfel am Wochenende wie erwartet als zähes Ringen. Hauptstreitpunkt der Verhandlungen ist die Frage, wie viele Zuschüsse aus dem geplanten Corona-Krisenplan an EU-Staaten vergeben werden sollen.

Und „nicht nur in der EU wird über weitere Finanzhilfen zur Bewältigung der Coronakrise gestritten“, konstatierte Commzerbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen. Auch in den USA zeichne sich keine schnelle Einigung im Disput um die zu Beginn der Corona-Krise beschlossenen Zuschüsse zur Arbeitslosenhilfe ab.

Im Dax gaben die Aktien des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard als Schlusslicht um 8 Prozent nach. Ebenfalls schwach zeigten sich nach den jüngsten Gewinnen die Papiere der Autobauer BMW, VW und Daimler mit Verlusten zwischen 1,3 und 2,4 Prozent.

Aktien aus dem Gesundheits- und Pharmasektor indes hielten sich noch mit am besten: FMC etwa legten im Dax um 0,1 Prozent zu, während sich die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius mit 0,1 Prozent im Minus zeigten. Im MDax waren die Anteilsscheine von Siemens Healthineers mit plus 1,2 Prozent besonders gefragt und im SDax die Anteilsscheine der Shop Apotheke mit plus 1,7 Prozent, die damit wieder dicht an ihr Rekordhoch von 134,40 Euro kletterten.

Auf der Handelsplattform Tradegate ging es für die Papiere des an der US-Börse Nasdaq notierten Mainzer Unternehmens Biontech um 7 Prozent nach oben. Gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer wurde mit Großbritannien eine erste Liefervereinbarung über einen möglichen, gerade in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff geschlossen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Vorbehaltlich einer behördlichen Genehmigung oder Zulassung sollen 30 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten „BNT 162“ geliefert werden, voraussichtlich in den Jahren 2020 und 2021.

© dpa-infocom, dpa:200720-99-854351/3

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