In- und Ausland

Luftwaffe fliegt Beatmungsgeräte nach Indien

Gesundheit

Samstag, 1. Mai 2021 - 10:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Normalerweise transportiert der Airbus A350 „Kurt Schumacher“ die Kanzlerin. Diesmal hat er Hilfsgüter für Indien geladen. Auch eine Sauerstoffanlage soll noch ausgeflogen werden.

Mit 120 Beatmungsgeräten im Laderaum hat der Airbus A350 „Kurt Schumacher“ am Samstag vom Flughafen Köln-Wahn aus Kurs auf die indische Hauptstadt Neu Delhi genommen. Foto: Thorsten Weber/Bundeswehr/dpa

Eine Maschine der Luftwaffe ist am Samstag mit Hilfsmaterial für das von einer besonders schlimmen Corona-Welle erfasste Indien gestartet.

Mit 120 Beatmungsgeräten im Laderaum nahm das Flugzeug vom Flughafen Köln-Wahn aus Kurs auf die indische Hauptstadt Neu Delhi. Die Landung dort ist nach etwa neun Stunden Flugzeit geplant, wie die Luftwaffe erklärte.

„An Bord ist auch Sanitätsfachpersonal, das den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff vorbereiten soll“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Dieses Team umfasse 13 Mitarbeiter. Sie sollen in Indien Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu 14 Tage im Land bleiben.

Die Luftwaffe setzt für die Indienhilfe den Airbus A350 „Kurt Schumacher“ der Flugbereitschaft ein, der sonst auch Kanzlerin Angela Merkel und Mitglieder der Regierung fliegt. Wegen der Corona-Pandemie ist der politische Flugbetrieb derzeit deutlich eingeschränkt.

Die Bundesregierung beteiligt sich angesichts der katastrophalen Zustände im indischen Gesundheitswesen an der international angelaufenen Hilfe für das Land. In der kommenden Woche sind weitere Flüge geplant. So soll mit zwei A400M-Transportflugzeugen die Sauerstoffanlage eingeflogen werden.

Indien hat einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag hervorgeht. Damit erreichte Indien den neunten Tag in Folge einen Höchstwert. Im selben Zeitraum starben 3523 Menschen in Verbindung mit Covid-19. Krankenhäuser und Krematorien sind in dem südasiatischen Land mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern seit Tagen überfüllt.

© dpa-infocom, dpa:210501-99-426816/2

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