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Maas berät mit Lawrow über drohende Großoffensive in Syrien

International

Freitag, 14. September 2018 - 04:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Hoffnung bleibt, so lange noch nicht gekämpft wird: Außenminister Maas versucht, bei Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in letzter Minute einen Großangriff auf das syrische Idleb zu verhindern. Neben islamistischen Rebellen sind dort drei Millionen Zivilisten eingeschlossen.

Ein Konvoi mit Panzern der türkischen Armee auf dem Weg in Richtung Syrien. Foto: Ersin Ercan/DHA/AP

Außenminister Heiko Maas will sich bei seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow dafür einsetzen, dass eine Großoffensive auf die letzte syrische Rebellenhochburg Idlib verhindert wird.

Der Krieg in Syrien wird das beherrschende Thema des Treffens der beiden Chefdiplomaten heute in Berlin sein. Russland ist die wichtigste Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der das arabische Land nach sieben Jahren Krieg wieder fast vollständig unter seiner Kontrolle hat.

In der Region um Idlib an der Grenze zur Türkei sind drei Millionen Menschen eingeschlossen. Bei einer Großoffensive der Regierungstruppen wird damit gerechnet, dass Hunderttausende Flüchtlinge die Grenze überqueren und es zu einer humanitären Katastrophe kommt.

Offizieller Anlass des Besuchs Lawrows in Berlin ist der Abschluss des Jahres der deutsch-russischen Städtepartnerschaften. Die beiden Politiker wollen zudem ein gemeinsames Themenjahr zur Hochschul- und Wissenschaftskooperation auf den Weg bringen.

Die deutsch-russischen Beziehungen sind seit Beginn der Ukraine-Krise vor vier Jahren massiv angespannt. Die Bundesregierung strebt aber einen verstärkten Dialog mit Moskau an, gerade um bei den Bemühungen um eine Lösung von Krisen wie in Syrien voranzukommen.

Sie sind in höchster Gefahr, wenn die Offensive kommt: Kinder spielen vor ihrem Zelt in einem provisorischen Flüchtlingslager. Foto: Anas Alkharboutli

Ein Soldat der Freien Syrischen Armee ist am Rande der Stadt Dschisr asch-Schughur nahe Idlib zu sehen. Foto: Ugur Can/DHA via AP

Mitglieder der syrischen Weißhelme suchen bei Idlib Verschüttete nach einem Luftangriff. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/Archiv

Trümmer einer Schule im von Rebellen kontrollierten Idlib. Foto: Abed Kontar/EPA/Archiv

Krankenwagen bei der Evakuierung mehrerer belagerter Dörfer im Nordwesten Syriens. Foto: SANA/AP

Zivilschutzarbeiter vor einem Gebäude in Hobeit bei Idlib, das durch einen Luftangriff der syrischen Regierung zersört wurde. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

Kämpfer und Soldaten der Freien Syrischen Armee suchen in Idlib Zuflucht in einer Höhle. Foto: Ugur Can/DHA via AP

Kämpfer und Soldaten der Freien Syrischen Armee haben in einer Höhle in Idlib Zuflucht gefunden. Foto: Ugur Can/DHA via AP

Zivilisten und Zivilschutzarbeiter neben einem Gebäude in Hobeit bei Idlib, das durch einen Luftangriff der syrischen Regierung zerstört wurde. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

Angriff in Hobeit bei Idlib. Foto: Uncredited/Syrian Civil Defense White Helmets

Syrische Kinder graben einen Unterstand, um ihre Familie vor dem Beschuss des Dorfes Maar Shurin in der Provinz Idlib zu schützen. Foto: Anas Alkharboutli

Wegen der heftigen Kämpfe im Nordwesten Syriens sind in den vergangenen Tagen weitere 30.000 Menschen geflohen. Foto: Anas Alkharboutli

Muhammed in seiner Schule in Jisr al-Shughur, westlich von Idlib: Nach eigenen Angaben wurde der Fünfjährige bei einem Bombenangriff auf die Schule verletzt. Foto: Ugur Can/DHA

Ein LKW-Fahrer wartet vor seinem Wagen, um Hilfsgüter von einer türkischen regierungsnahen Hilfsorganisation nach Idlib zu bringen. Foto: Lefteris Pitarakis/AP

Luftangriff der syrischen Regierung in Hobeit in der Nähe von Idlib. Foto: Syrischer Zivilschutz Weißhelme


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