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Mann nach Sturzflut in Sachsen vermisst

Wetter

Mittwoch, 14. Juli 2021 - 07:55 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Jöhstadt. Überflutete Straßen und Keller, verzweifelte Menschen: Heftige Unwetter halten in Teilen Deutschlands die Rettungskräfte in Atem. In Sachsen will ein Mann sein Grundstück sichern - und wird vom Wasser mitgerissen.

Heftige Regenfälle haben in Hagen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Foto: Alex Talash/dpa

Nach einer Sturzflut im sächsischen Jöhstadt im Erzgebirgskreis wird ein Mann weiterhin vermisst. Die Feuerwehr habe die Suchaktion in der Nacht zum Mittwoch vorerst abgebrochen, teilte die Polizei mit.

Anwohner im Ortsteil Steinbach hatten am Dienstagabend versucht, ihre Grundstücke gegen einen über die Ufer getretenen Fluss zu sichern. Einer der Anwohner wurde dabei von den Wassermassen mitgerissen. Alle Rettungsversuche durch die Nachbarn schlugen fehl. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

Auch in anderen Teilen Deutschlands kämpfen die Menschen mit den Folgen heftiger Unwetter. Im nordrhein-westfälischen Hagen führte Starkregen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein.

„Die Leute sind verzweifelt“

„Die Leute sind verzweifelt“, sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt.

Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar. Wegen Gerölls auf den Straßen können einige Ortsteile selbst von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr nicht befahren werden, wie der Sprecher weiter mitteilte.

In Düsseldorf musste die Feuerwehr zu rund 180 Einsätzen ausrücken. Auch hier liefen Keller voll, Straßen wurden überschwemmt. Und die Gefahr ist nicht vorüber: Der Deutsche Wetterdienst warnth für den Mittwoch vor Dauerregen in der Region mit Niederschlagsmengen von 70 bis 120 Liter pro Quadratmeter.

Katastrophenfall im bayerischen Hof

Besonders heftig traf es auch die bayerische Stadt Hof - hier rief das zuständige Landratsamt am späten Dienstagabend den Katastrophenfall aus. Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus. Besonders stark vom Unwetter wurde die Stadt Selbitz getroffen. Hier soll die Grundschule wegen der Unwetterfolgen am Mittwoch geschlossen bleiben.

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, gab es im gesamten Landkreis Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen sowie einen Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Demnach rutschte ein Auto auf regennaßer Fahrbahn gegen eine Leitplanke. Zudem kam es vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und vereinzelt auch zu Stromausfällen.

Binnen zwölf Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dort bis zu 80 Liter vom Himmel, zudem gab es Gewitter. Von Verletzten war aber auch hier zunächst nichts bekannt.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-374413/3

Land unter in Hagen. Foto: Alexander Forstreuter/Photography Alex Forstreuter/dpa

Wasser, das aus einem Keller in Erkrath gepumpt wurde, wird mit einem Feuerwehrschlauch auf die Straße geleitet. Foto: David Young/dpa

Der Ortsname von St. Goar versinkt im Rheinhochwasser. Foto: Thomas Frey/dpa

Eine überschwemmte Wiese: Im Landkreis Hof wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Foto: Nicolas Armer/dpa

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