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Menschen in Ostdeutschland sehen Politiker skeptischer

Gesellschaft

Donnerstag, 9. September 2021 - 11:55 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Einmal im Jahr werden die Deutschen zu ihren Ängsten befragt. In der jüngsten Umfrage werden teils erhebliche Unterschiede in der Wahrnehmung von West- und Ostdeutschen deutlich.

Fahnen am Tagungsort einer Ministerpräsidentenkonferenz der ostdeutschen Bundesländer. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Menschen im Osten Deutschlands haben einer Umfrage zufolge deutlich weniger Zutrauen in Politiker als Bürger im Westen. Nach der Studie „Ängste der Deutschen“ befürchtet in den östlichen Bundesländern jeder zweite, dass Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind.

In den westlichen Bundesländern sagten dies 39 Prozent. Bundesweit ergibt sich daraus ein Schnitt von 41 Prozent. Die Ergebnisse der Umfrage mit 2400 Teilnehmern wurden am Donnerstag von der R+V-Versicherung veröffentlicht.

Auch bei Zuwanderungsthemen ergaben sich den Angaben zufolge Unterschiede zwischen Ost und West. Bundesweit nannten 45 Prozent der Befragten die Furcht, dass die Zahl von Geflüchteten die Deutschen und ihre Behörden überfordert. Im Westen sagten dies 42 Prozent der Teilnehmer, im Osten hingegen 58 Prozent. Angst vor Konflikten durch weitere Zuwanderung nannten im Osten 52 Prozent, im Westen 40 Prozent, bundesweit waren es 42 Prozent.

In der jährlichen Umfrage werden Teilnehmer gebeten, vorgegebene Themen auf einer Skala von eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr große Angst) zu bewerten. Der Versicherungskonzern veröffentlicht die jährliche Umfrage bereits zum 30. Mal. Befragt wurden den Angaben zufolge vom 25. Mai bis 4. Juli rund 2400 repräsentativ ausgewählte männliche und weibliche Menschen ab 14 Jahren.

© dpa-infocom, dpa:210909-99-151145/3

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