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Mindestens 18 Tote bei Autobombenanschlag in Mogadischu

Konflikte

Samstag, 28. Dezember 2019 - 09:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Mogadischu. Die Bewohner der Hauptstadt Somalias werden am Morgen von einer schweren Explosion erschüttert. An einem belebten Kontrollposten explodiert ein Fahrzeug. Die Folgen sind verheerend.

Ein Verletzter wird vom Ort des Anschlags gebracht. Foto: Farah Abdi Warsameh/AP/dpa

Bei einem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag laut Polizeiangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

Nach Angaben von Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamed Filish wurden weitere 90 Menschen - darunter auch mehrere Studenten - zum Teil schwer verletzt. Die Opferbilanz ist noch vorläufig und könnte sich schnell erhöhen.

„Bisher haben wir 18 Tote bestätigt“, erklärte Polizeisprecher Ali Hassan Kulmiye der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Toten seien fünf Polizisten. Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem nach ersten Erkenntnissen ein offensichtlich mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in die Luft flog.

Nach Angaben eines anderen Polizeisprechers wurden durch die schwere Explosion am frühen Morgen auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von aufgerissenen Karosserien. Unter den Toten befinden sich nach unbestätigten Berichten auch mehrere türkische Staatsbürger.

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte. „Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete.“ Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die terroristische Al Shabaab vermutet.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die sunnitischen Fundamentalisten beherrschen große Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge. Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung.


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