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In- und Ausland

Mindestens 25 Tote bei Protesten in Nicaragua

Demonstrationen

Sonntag, 22. April 2018 - 09:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Managua. Seit Tagen demonstrieren in Nicaragua Menschen gegen eine Sozialreform, die für viele unbezahlbar sein könnte. Der Protest fordert zahlreiche Todesopfer. Jetzt will der autoritäre Präsident Ortega verhandeln.

Ein Demonstrant wirft einen Reifen in ein Feuer, das von den Protestlern gelegt wurde. Foto: Carlos Herrera

Bei den Protesten gegen die geplante Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge in Nicaragua sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen.

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Weitere 67 Menschen seien bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten, Regierungsanhängern und Sicherheitskräften in den vergangenen Tagen verletzt worden, teilten das Nicaraguanische Menschenrechtszentrum (Cenidh) und die Initiative der Menschenrechtler (INDDH) am Samstag mit.

Die Demonstrationen richten sich gegen die geplante Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent für mehr als 700.000 Beschäftigte sowie gegen Rentenkürzungen. Es sind die bislang heftigsten sozialen Proteste gegen die autoritäre Regierung von Präsident Daniel Ortega.

Der Staatschef lenkte am Samstag ein und kündigte an, mit Unternehmern und sozialen Gruppen erneut über die geplanten Reformen zu verhandeln.

Demonstranten errichten auf einer Straße in Managua eine Barrikade mit Pflastersteinen. Foto: Carlos Herrera

Der frühere Rebellenkommandeur Daniel Ortega hatte bereits von 1985 bis 1990 regiert und war 2007 an die Macht zurückgekehrt. Von seinen früheren sozialistischen Idealen hat sich der Staatspräsident längst verabschiedet. Foto: Consejo de Comunicación y Ciudadanía/Archiv

Demonstranten attackieren bei den Protesten die Einsatzkräfte. Foto: Alfredo Zuniga/AP

Polizisten helfen einem verwundeten Kollegen. Foto: Alfredo Zuniga/AP

Polizisten zielen in Managua auf Demonstranten. Foto: Alfredo Zuniga/AP

Brennende Barrikaden in Managua: Die Proteste gegen die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent dauern schon drei Tage an. Foto: Alfredo Zuniga/AP

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