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In- und Ausland

Mindestens sechs Tote nach Einsturz von Fußgängerbrücke

Notfälle

Freitag, 16. März 2018 - 13:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Miami. Eine nagelneue Brücke nahe Miami bricht zusammen. Bei dem Einsturz begräbt sie acht Autos unter sich. Sechs Menschen kommen ums Leben.

Die eingestürzte Fußgängerbrücke war erst wenige Tage alt. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald

Beim Einsturz einer erst fünf Tage alten Fußgängerbrücke auf dem Gelände einer Universität nahe der US-Metropole Miami sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte die Zahl.

„Aus einer Rettungsaktion ist eine Bergungsaktion geworden“, sagte er. Zehn weitere Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es in lokalen Medien.

Die Brücke war erst am Samstag aufgerichtet worden und sollte Anfang 2019 offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Sie sollte Berichten zufolge so stabil ausgelegt sein, dass sie Hurrikanen widerstehen kann.

Die 950 Tonnen schwere Brücke sackte am Donnerstag plötzlich in ganzer Länge von etwa 53 Metern zusammen und fiel auf die darunterliegende, siebenspurige Straße. Dabei begrub sie mehrere Autos unter sich.

Fernsehbilder zeigten, dass von manchen Fahrzeugen nurmehr die Stoßstange unter dem Beton hervorragte. Eine Augenzeugin sagte dem Sender ABC, der Einsturz habe sich angehört wie ein Erdbeben.

Die Brücke führte von der Stadt Sweetwater zum Campus der Florida International University (FIU). In Sweetwater leben Berichten zufolge etwa 4000 FIU-Studenten. Die Universität erklärte in einer Mitteilung, sie sei bestürzt über das Unglück. US-Präsident Donald Trump nannte das Unglück auf Twitter herzzerreißend.

Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Angaben. Der Bauträger kündigte eine Untersuchung an. Die Baukosten gab der „Miami Herald“ mit 14,2 Millionen US-Dollar an. Floridas Gouverneur Rick Scott sagte, wenn Fehler gemacht worden seien, würden die Betreffenden zur Verantwortung gezogen werden.

Ersthelfer arbeiten an der Unfallstelle. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald

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