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Möbelindustrie erholt sich nur langsam von Corona-Krise

Möbel

Montag, 23. August 2021 - 12:04 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Erst kam Corona - und dann die Materialknappheit: Die Möbelindustrie leidet weiter unter den Folgen des Lockdowns und anderen Problemen. Allerdings gilt das nicht für alle Segmente gleichermaßen.

Ein Mitarbeiter sortiert Möbelplatten in einem Werk in Brandenburg. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die deutsche Möbelindustrie erholt sich nur langsam von der Corona-Krise. In diesem Jahr erwartet die Branche einen Umsatz auf dem Niveau des ersten Corona-Jahres von rund 17,2 Milliarden Euro, wie die Verbände der Deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) am Montag mitteilten.

Damit werde das Umsatzniveau des Vorkrisen-Jahres 2019 um rund 4 Prozent verfehlt. Erschwert wird die wirtschaftliche Erholung der Möbelindustrie aktuell durch Engpässe bei wichtigen Vormaterialien wie Polsterschäumen, Holzwerkstoffen und elektronischen Bauteilen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lagen die Umsätze der Möbelindustrie mit 8,4 Milliarden Euro um rund 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Exportgeschäft profitierte von der im Vergleich zu Deutschland früheren Aufhebung von Lockdown-Maßnahmen in wichtigen europäischen Exportmärkten und legte um 10,6 Prozent zu. In Deutschland lag das Plus wegen des langen zweiten Lockdowns dagegen lediglich bei 1,5 Prozent. Die Umsätze des ersten Halbjahres 2019 verfehlte die Branche um 6,3 Prozent.

Bei der Umsatzentwicklung gab es allerdings deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Marktsegmenten. Überproportional legten im Vergleich zu 2020 vor allem die Küchenhersteller (plus 16,3 Prozent) und die Polstermöbelhersteller (plus 17,5 Prozent) zu. Das Geschäft mit sonstigen Möbeln - darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel - war dagegen rückläufig. Und auch die Büromöbelindustrie verzeichnete Umsätze unter dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Möbelindustrie sank um 5 Prozent auf knapp 79.000. Die Zahl der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten verringerte sich um 2,4 Prozent auf 458 Unternehmen.

© dpa-infocom, dpa:210823-99-936054/2

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