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In- und Ausland

Mordangeklagter U-Boot-Bauer bestreitet sexuelles Motiv

Prozesse

Mittwoch, 21. März 2018 - 12:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Kopenhagen. Der Fall ist so spektakulär wie rätselhaft: In einem selbstgebauten U-Boot fahren Journalistin Kim Wall und Erfinder Peter Madsen hinaus. Wenig später ist sie tot. Madsen betont vor Gericht, das sei ein Unfall gewesen.

Das U-Boot „UC3 Nautilus“ des dänischen Erfinders Peter Madsen. Foto: Dorothee Thiesing/AP

Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen hat abgestritten, erotische Gefühle gehabt zu haben, als er auf die Leiche der schwedischen Journalistin Kim Wall einstach.

„Es gab kein erotisches oder perverses Motiv“, betonte der 47-Jährige am Mittwoch vor dem Kopenhagener Gericht. Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages erklärte er sich erneut nicht schuldig. Er blieb dabei, dass die junge Schwedin bei einem Unfall an Bord seines U-Bootes starb.

Die Staatsanwaltschaft dagegen wirft dem Erfinder nicht nur vor, die 30 Jahre alte Wall ermordet zu haben. Er soll sie zudem sexuell missbraucht haben, indem er ihr wiederholt Messer und spitze Schraubenzieher in den Körper rammte.

Madsen betonte, er habe das getan, damit Gas aus der Leiche entweiche. Sie habe nicht wieder an die Meeresoberfläche kommen sollen, nachdem er sie über Bord geworfen hatte. Er habe zu dem Zeitpunkt nicht rational gedacht, sondern einfach nur gewollt, dass der Leichnam aus dem U-Boot verschwinde, als sei das Unglück nicht passiert.

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