Mordprozess nach Messerattacke in Hamburger Supermarkt

dpa Hamburg. Ein Toter und sechs Verletzte - das war die traurige Bilanz einer Messerattacke in Hamburg-Barmbek. Nun beginnt der Mordprozess. Die Anklage hält den abgelehnten Asylbewerber für voll schuldfähig. Er selbst bezeichnete sich als Terrorist.

Mordprozess nach Messerattacke in Hamburger Supermarkt

Der Angeklagte soll aus einer islamistischen Gesinnung heraus in einer Edeka-Filiale einen Mann erstochen und sechs weitere Menschen verletzt haben. Foto: Markus Scholz

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Freitag der Mordprozess gegen den Messerstecher von Hamburg-Barmbek begonnen.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Palästinenser Ahmad A. Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Der abgelehnte Asylbewerber soll aus einer islamistischen Gesinnung heraus in einer Edeka-Filiale einen 50-Jährigen erstochen und anschließend sechs weitere Menschen verletzt haben.

Dabei sei es ihm darum gegangen, „möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens zu töten“, erklärte die Anklagebehörde. Der Mann muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts verantworten. Die Anklage hält ihn für voll schuldfähig.