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Morrison lässt 3000 Reservisten gegen Buschfeuer kämpfen

Brände

Samstag, 4. Januar 2020 - 08:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Canberra. Die verheerenden Feuer in Australien treiben Tausende Menschen in die Flucht. Der in der Kritik stehende Premierminister Morrison will jetzt Reservisten der Streitkräfte mobilisieren.

Kampf gegen die Flammen: Ein Mitarbeiter der Forest Corporation in der Nähe von Moruya. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

Im Kampf gegen die verheerenden Buschbrände in Australien will Premierminister Scott Morrison 3000 Reservisten der Streitkräfte mobilisieren.

Zudem würden 20 Millionen australische Dollar (rund 12,45 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt, um zusätzlich vier Löschflugzeuge zu leasen, kündigte Morrison am Samstag in Canberra an. Verteidigungsministerin Linda Reynolds sagte, erstmals in der Geschichte des Landes gebe es einen Pflichteinsatz für Reservisten.

Australiens Premierminister Scott Morrison gilt als Kohle-Förderer. Er sieht die Brände als Naturkatastrophe und lehnt es ab, seine Klimapolitik deswegen zu ändern. Er wurde dafür kritisiert, dass er während der Krise nach Hawaii fuhr, er brach seinen Urlaub ab. Bei einem Besuch im Feuergebiet, in Cobargo, war Morrison am Donnerstag beschimpft worden.

Derweil starben auf der Känguru-Insel, einem beliebten Urlaubsziel im Bundesstaat South Australia, zwei Menschen durch die Brände, wie die Behörden bekannt gaben. Damit erhöhte sich die Zahl der durch die Feuer landesweit ums Leben gekommenen Menschen auf mindestens 21.

Wegen der Buschfeuer wurden Tausende Menschen aus mehr als zwei Dutzend Küstenstädten im Südosten des Landes in Sicherheit gebracht. Den Behörden zufolge war dies die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte Australiens in Friedenszeiten.

Die Buschfeuer auf dem Kontinent wüten bereits seit Oktober. Mehr als fünf Millionen Hektar Land sind abgebrannt, das entspricht ungefähr der anderthalbfachen Fläche Belgiens. Samstag könnte sich die Lage bei Temperaturen von bis zu 46 Grad weiter zuspitzen. Blitze könnten neue Feuer entfachen.

Schon seit Oktober 2019 dauern die australischen Buschbrände an. Foto: Glen Morey/Glen Morey/dpa

Ein Wildfeuer hat weite Flächen verbrannten Landes hinterlassen. Foto: Glen Morey/Glen Morey/dpa


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